Drei Skelette: die ältesten Kümmersbrucker

Bei den Ausgrabungen in Kümmersbruck fanden die Archäologen um Dr. Mathias Hensch auch drei Skelette - zwei von erwachsenen Männern und eines von einem Kind. Hensch zeigt ein Bild von den Knochen eines Mannes. Das Skelett ist vollständig erhalten. Bestattet wurde der Verstorbene in einem Holzsarg, der allerdings inzwischen komplett verrottet ist. Um den Sarg herum wurden Steine angeordnet.

Zu Tode kam der Mann, der grob geschätzt 30 bis 50 Jahre alt wurde, durch einen Schwerthieb, erklärt Hensch. Die Forscher fanden heraus, dass der Mann nicht besonders groß, aber kräftig war. Außerdem sei er viel geritten. "Er kam sicherlich aus einer hervorgehobenen Schicht", erläutert Hensch. Grabbeigaben wie Waffen wurden nicht gefunden. Bestattet wurde der Mann nach heidnischem Ritus. Wie Dr. Silvia Codreanu-Windauer erklärt, wären bei einer Bestattung nach christlichem Ritus die Hände des Mannes gefaltet oder über seiner Brust verschränkt worden.

Häufig sei der Verstorbene in Tracht und mit seinen Waffen bestattet worden. Gegen die Sitte der Grabbeigaben habe die Kirche gewettert, weiß Codreanu-Windauer. "Die Menschen sollten das nicht ins Grab leben, sondern der Kirche spenden." Nicht selten wurden die letzten Ruhestätten auch geplündert. "Grabraub war ein weit verbreitetes Übel." (san)
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