E-Mobil - der Umwelt zuliebe

"Elektromobilität kann man am besten dann voranbringen, wenn man sie herzeigt", meint ETZ-Geschäftsführer Matthias Rösch. Doch beim Aktionstag wurden die Autos nicht nur gezeigt. Sie durften auch gefahren werden.

Weiden. (zpe) Zum Abschluss der "Elektromobilität verbindet"-Ausstellung im Neuen Rathaus veranstalteten das Energie-Technologische Zentrum Nordoberpfalz (etz), die Volkshochschule und die lokale Agenda 21 am Samstag einen Aktionstag vor dem Rathaus. Präsentiert wurden nicht nur Autos, sondern auch E-Bikes, Segways und Ninebots.

Viel Laufkundschaft

Wie ETZ-Geschäftsführer Matthias Rösch berichtete, sei man mit der Ausstellung der Verpflichtung nachgekommen, nicht nur auf erneuerbare Energien hinzuweisen, sondern auch den Klimaschutz voranzutreiben. Die vierwöchige Ausstellung sei allein schon aufgrund der vielfältigen Laufkundschaft im Rathaus optimal gelaufen. "Heutzutage gibt es die unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel auf E-Basis."

Wer die Möglichkeiten mit den Erneuerbaren Energien verbinde, verwirkliche auch die Klimaschutzvorgaben. Gedacht sei an eigene Photovoltaikanlagen, mit denen die E-Fahrzeuge Zuhause kostengünstig "aufgetankt" werden könnten. In Weiden habe auch der Stadtrat ganz schön mit angeschoben, "weil wir in Kürze auch ein Elektromobilitätskonzept bekommen werden."

Der Aktionstag wurde mit Hilfe lokaler Händler auf die Beine gestellt. Ins Boot geholt wurden all die Marken, die tatkräftig über Elektromobilität nachdachten, erklärte Rösch. Vertreten waren deutsche und internationale Hersteller. Ein Vorteil, der auf der Hand liege sei die Emissionsfreiheit. Was die CO2-Einsparung angehe, sehe es noch etwas anders aus. Aber: "Das ist die Zukunft."

"Wenn wir es schaffen, die Fahrzeuge mit Strom aus Photovoltaik, Windkraft oder Biogas fahren zu lassen, dann haben wir sie auch frei von Kohlendioxid." Die Reichweite-Diskussion sei nach wie vor ein Thema. Sie beträgt rund 150 Kilometer.

Am besten als Zweitauto

Deshalb empfehle sich ein Elektroauto an erster Stelle auch als Zweitfahrzeug im Stadt- oder Landkreisverkehr. Natürlich sei die Erstanschaffung etwas teurer, als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor. Dafür sollte man bedenken, dass die Folge- und Betriebskosten bei vergleichbaren Fahrzeugen wesentlich geringer seien.

CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch - ein eifriger Tester der Stehroller - betonte die Zukunft der E-Mobilität. "Wir sind sehr froh über diese Ausstellung hier in Weiden." Die Fahrzeugpalette sei spannend. Interessant sei auch, dass die Ausstellung parallel zum Antrag seiner Partei zur E-Mobilität in der Stadt veranstaltet worden sei. "Das wird sich durchsetzen." Rösch: "Auch bei Fahrzeugen, die sowohl mit Strom wie mit Benzin betrieben werden können, kann man auf einen vernünftigen CO2-Mix kommen."
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