Ehrenamtliche gesucht

Es mag viele Gründe geben, sich bei der Telefonseelsorge zu engagieren. Der beste ist vermutlich schlicht, dass "es Freude macht, anderen Menschen zu helfen", wie Leiter Dr. Friedrich Dechant sagt. Außerdem seien da noch die Einblicke in andere Lebenswelten, die man gewinne. Weil ganz verschiedene Menschen Rat suchen - vom Hartz-IV-Empfänger bis zum Konzernlenker. Und natürlich lerne man auch sich selbst kennen. Das beginne schon bei der umfangreichen Ausbildung. Die verändert Menschen, sie gehen mit einem Mal ganz anders mit der Familie oder Kollegen um, berichtet Dechant.

73 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit bei der telefonischen Hilfe, allerdings hören einige davon bald auf, etwa aus Altersgründen. Um den Dienst rund um die Uhr abzudecken, braucht es eigentlich mindestens 75. Die Einrichtung sucht deshalb dringend neue Ehrenamtliche für den Dienst am Telefon. Für sie startet ab Januar ein neuer Kurs, bei dem noch Plätze frei sind. Die Ausbildung dauert etwa eineinviertel Jahre und findet - außer in den Ferien - alle 14 Tage abends statt. Zu den Voraussetzungen zählt eine gewisse Lebenserfahrung, Sprachgewandtheit, Offenheit, Interesse an Menschen und die Fähigkeit zuzuhören. Die Ehrenamtlichen sollten sich später etwa 20 Stunden im Monat engagieren, 4 davon möglichst auch am Wochenende oder nachts. Interessierte melden sich unter 0961/418217.

Die Beratung der Telefonseelsorge Nordoberpfalz selbst ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800/1110111 (kostenlos). Ratsuchende aus Amberg und Weiden sowie den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt/WN, Schwandorf und Tirschenreuth erhalten dort Hilfe in seelischen Notlagen. Bistum und evangelisches Dekanat Weiden sind die Träger der Einrichtung. (fku)
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