Ein Auge für den ländlichen Raum

Wer durch die Molzmühle geht, kann hier durch die Jahrhunderte zurückblicken - das erkannten die Gartenfachberater schnell. Bild: bas

Die Molzmühle ist ein außergewöhnliches Tagungslokal. Das erkannten auch die Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege der Oberpfalz, die nicht nur für die Natur ein Auge haben.

Die ortsansässige Kreisfachberaterin Michaela Basler hatte das Lokal für die Jahrestagung der Kreisfachberater der Oberpfalz ausgewählt. Die zeigten sich beeindruckt. "Die denkmalgeschützte Mühle wurde mit viel Liebe zum Detail in jahrelanger Arbeit durch die Familie Nagler restauriert und steht nun als Lokal für besondere Gelegenheiten zur Verfügung", erläuterte Alfred Schwarz bei einer Führung.

Der Verband ist ein Zusammenschluss der Kreisfachberater für Gartenkultur an den Landratsämtern der Oberpfalz und der Grünordner an Behörden des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Vorsitzender ist Harald Schlöger (Tirschenreuth). "Wir kümmern uns gemeinsam mit den Ehrenamtlichen um die Weiterentwicklung des ländlichen Raumes im Einklang zwischen Ökologie und Ökonomie. Ziel unserer Tätigkeit ist die Wahrung und Weiterentwicklung einer intakten Kulturlandschaft mit verträglicher Landbewirtschaftung, sozial und wirtschaftlich intakten Dorfgemeinschaften und einer vorbildlichen Durchgrünung der Ortschaften mit Vernetzungen in die umgebende Landschaft", nannte Schlöger die Schwerpunkte.

Der Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl und Landrat Richard Reisinger betonten, wie wichtig die Arbeit der Kreisfachberater an den Landratsämtern sei, würden doch durch sie neue Impulse für öffentliches und privates Grün gesetzt.

Wolfram Vaitl, der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, sagte: "Als Dachorganisation der über 3300 bayerischen Obst- und Gartenbauvereine möchte der Landesverband die Aktivitäten seiner mehr als 544 000 Mitglieder auch weiterhin mit einem umfangreichen Dienstleistungsangebot unterstützen." Daneben solle die Zusammenarbeit mit den Kreisfachberatern an den Landratsämtern intensiviert werden und es sei ihm ein großes Anliegen, den Kontakt zu den gartenbaulichen Institutionen zu stärken. Geschäftsführer Martin Gruber sagte mit Blick auf 2015, erstmals hätten sich alle großen grünen Organisationen zusammengetan und die Kampagne "Bayern blüht" auf den Weg gebracht, die im März anlaufe und das Interesse der Bürger an gartenbaulichen Produkten wecken solle.

"Von der Kreisfachberatung hängt sehr viel ab", meinte Albert Löhner, der Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege. Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" sei "unverzichtbar für die Entwicklung des ländlichen Raumes".

Als Arbeitsschwerpunkte 2015 definierten die Kreisfachberater: die Zukunft des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden", die geänderten Anforderungen in der Pflanzenschutzberatung durch Einführung des Sachkundenachweises und den fortschreitenden Verlust der Sortenvielfalt, dem mit einer Initiative zur Biodiversität entgegengetreten werden müsse.
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