Ein bisschen Glück gefunden

Vorsitzende Bärbel Strobl (Dritte von links) und Stellvertreterin Rosemarie Köhler (rechts) in bayerischer Tracht dankten zusammen mit der Vorstandschaft den Musikern Hans-Günther Daidrich (links) und Hans Joachim Grajer für die musikalische Gestaltung des preußisch-bayerischen Nachmittags. Bild: Dobmeier

"Irgendwo auf der Welt gibt's ein kleines bisschen Glück." Zu Schlagern aus der UFA-Zeit und bei bayerischer Brotzeit feierte der "Bund der Berliner und Freunde Berlins" den 60. Geburtstag des Vereins.

Weiden. (rdo) Axel Matthia erinnerte beim preußisch-bayerischen Nachmittag im Hotel Post an die Anfänge. Der Berliner Karl-Heinz Trogisch war in die Oberpfalz eingewandert und lebte in Weiherhammer. Er rief alle ansässigen Berliner am 5. März 1955 ins Nebenzimmer des Hotels "Deutsche Eiche" zusammen. Am 2. April wählte die Versammlung Karl-Heinz Trogisch zum Vorsitzenden und Helmut Kötteritzsch zum Stellvertreter.

Für viele sei die nördliche Oberpfalz zur zweiten Heimat geworden, begründete die gebürtige Berlinerin und Vorsitzende Bärbel Strobl den bayerisch-preußischen Nachmittag. Der Zweite Weltkrieg habe viele Berliner gezwungen, die geliebte Heimatstadt wegen Bombardierung und zerstörter Häuser zu verlassen. Nach einer harten Zeit in Armut hätten sich viele mit viel Fleiß, Ausdauer und Idealismus neue Existenzen geschaffen. Sie möchte heute nicht mehr in der Großstadt leben - aber zu Besuch fährt sie gerne dort wieder hin. In diesem Sinne sprach sie für alle "Dahoam is Dahoam": "Hier sind wir angekommen."

Hans Günther Daidrich sang, begleitet von Hans Joachim Grajer, am Piano über zwei Stunden stimmungsvoll passend zu Berlin Schlager aus der UFA-Zeit. Ein Höhepunkt: "Blusenkauf" von Humorist Otto Reutter. Auf Leberkäs mit Brezen folgte ein Wiener Potpourri. Die nächste Monatsversammlung mit Filmvorführung über Berlin findet am 7. November im Hotel Post statt.
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