Ein Fest der Generationen

Einmal im Jahr kommen sie alle zusammen: Die Ausgewanderten und Hiergebliebenen, Schulkameraden und Jugendfreunde, die Jungen und Alten. Die Oberland-Kirwa ist ein dreitägiges Wiedersehensfest für alle Generationen.

Und so war der jüngste Besucher gerade mal drei Tage alt. Am Donnerstag erst war die kleine Barbara Gradl auf die Welt gekommen, schon am Sonntag lauschte sie dick eingepackt dem Gesang beim Kirchweih-Gottesdienst. Nur ein paar Meter neben ihr hörte die 92-jährige Kunigunde Sperl, eine der ältesten Bewohnerinnen des Oberlands, der Musik zu.

Die Tischreihen waren alle besetzt, als Pfarrer Norbert Götz mit den Ministranten zur Messe ins Zelt einzog. Im Mittelpunkt der Predigt stand das Zitat aus dem Markus-Evangelium: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt." Der Pfarrer erinnerte daran, dass alles Streben um Wohlstand nichts bringt, wenn die Werke der Barmherzigkeit fehlen. Die Familie Ritz aus Wutschdorf gestaltete den Gottesdienst musikalisch.

Die Kirwa hatte am Samstag mit dem Aufstellen des von Alfons Bierler aus Mertenberg gestifteten Baums, eine 30 Meter lange Fichte, begonnen. Am Abend spielten die Quertreiber auf. Rundumdum sorgte dann am Montagabend für Stimmung. Etwas heiser, aber dennoch souverän verloste der neue Kirwachef Christian Obermeier den Baum - damit endete die 38. Kirwa in Schleißdorf.
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