ein Finne sein
Petrus muss

Normalerweise ist Petrus ja im Oktober oft damit beschäftigt, uns mit einem späten und milden Hoch zu verwöhnen - so die Theorie. Heuer darf man sich hierzulande dagegen zurecht vernachlässigt fühlen. Hatten wir seit der letzten Hitzewelle mit noch über 30 Grad vor gerade einmal sechs Wochen doch kaum noch einen richtig warmen Tag.

Dagegen erlebt man das erhoffte Oktobergold derzeit über Finnland, mit einem kleinen Haken. Der Sonnenstand im Land der Elche und Saunen ist jetzt schon sehr niedrig, die Nächte sehr lang, und entsprechend kühlt die Luft dort kräftig aus. Gut für Saunaliebhaber, schlecht für uns, denn jetzt braucht es nur noch die passende Strömungsrichtung, und die kalte Luft wird in unsere Richtung angezapft. Genau das passiert jetzt, und ja: Wir müssen uns tatsächlich schon mal über das böse "S-Wort" unterhalten. Schneeflocken im Oktober? Nicht ganz ungewöhnlich, aber unnötig.

Heute wird es durchwachsen. Wir starten oft mit Nebel oder Hochnebel, und wenn der sich aufgelöst hat, ist die Sonne auch nur zeitweise zu sehen. Immer wieder gibt's dichtere Quellwolkenfelder, und nachmittags bilden sich nördlich von Amberg vereinzelt kurze Schauer. Mit 12 Grad in Freihung, 14 in Edelsfeld und 15 in Ursensollen bleibt es relativ frisch. Rechnerisch bester Wetterort des Tages: Ipflheim bei Ebermannsdorf mit 44 Prozent der möglichen Sonnenstunden und 11 Prozent Regenrisiko. In der Nacht klart es zeitweise auf, es bildet sich aber oft Nebel und Hochnebel bei bis zu 5 Grad.

Am Samstag kämpfen hochnebelartige Wolken mit der Sonne - wer gewinnt, ist ungewiss. Über den Tag verteilt dürfte etwa ein Gleichstand herauskommen, es bleibt aber trocken. Der Wind dreht auf Ost, wird etwas böiger, und so gehen die Temperaturen zurück. Maximal gibt es noch 10 Grad in Hirschau, 11 in Auerbach und 12 in Kastl. In der Nacht zu Sonntag wird der Himmel klar, bei +3 bis -1 Grad gibt es verbreitet Bodenfrost und Reif. Bester Wetterort: Neukirchen mit 64 Prozent der möglichen Sonnenstunden und 8 Prozent Regenrisiko.

Der Sonntag startet mit örtlichen Nebelfeldern, aber auch schnell mit Sonnenschein. Dann wird es überwiegend ein freundlicher Tag, allerdings weht ein kalter Böhmerwind. Spätnachmittags und abends driften aus Südosten zwar Wolkenfelder herein, es bleibt aber trocken. Die Temperaturen erreichen trotz Sonne nur 9 Grad in Schnaittenbach, 10 in Sulzbach-Rosenberg und 11 in der Amberger City. Bester Wetterort: Wickenricht mit 76 Prozent der möglichen Sonnenstunden und 0 Regenrisiko.

In der neuen Woche gibt es noch einen freundlichen, aber kalten Montag, die Wolken nehmen langsam zu. Ab Dienstag ist es überwiegend bewölkt, zeitweise nebelig trüb, und gelegentlich sind leichte Niederschläge möglich. Bei Tageswerten von nur noch 4 bis 8 Grad sinkt dabei die Schneefallgrenze vor allem nachts und morgens am Jura und im östlichen Landkreis zeitweise auf 500 bis 600 Meter, allerdings ist die Luft relativ trocken und die Niederschlagsmengen sind gering. Zum Wochenende hin wird's einen Tick milder, aber wettermäßig wenig hübscher.
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