Ein herrlicher Fleck

Island ist allemal eine Reise wert, meint Michael Fleck. Und Flecks Vortrag darüber ist das Eintrittsgeld wert - meinten zahlreiche Besucher in Weiden: Im Schlörsaal mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Bild: Kunz

Feuer und Eis. Derart gegensätzlich ist Island. Dem Reisenden nötigt die Natur einiges ab. Zum Beispiel: Viel Toleranz gegenüber den Mitreisenden. Ein Prüfstein für die Familie Fleck.

Keiner mobilisiert vom Fleck weg so viele Menschen mit Fernweh für seine Vorträge wie Michael Fleck und seine Outdoor-Familie mit Frau Angela und den beiden Söhnen Jan und Tim. Am Freitagabend mussten sogar noch schnell Stühle zugestellt werden: Die Plätze im Gustav-von-Schlör-Saal hatten nicht ausgereicht.

Die Multivisionsshow über Island begann mit Herzklopfen: Gleich für den Beginn hatte der Globetrotter ein Medley seiner schönsten Aufnahmen über die Insel zusammengestellt. Atemberaubende Panoramabilder von Vulkanausbrüchen, zehn Meter breit, brachten die Zuschauer sofort auf Linie. Insgesamt vier Monate haben die Flecks in den Jahren 2005 und 2006 Island bereist. Auf einer vierwöchigen Radtour, auf vielen Treckingtouren und Bergbesteigungen fanden sie dort das, was sie gesucht hatten: Natur im Urzustand.

Überwältigende Wasserfälle inmitten grüner Oasen wechseln sich ab mit Lavawüsten, die durch Farben und Formen begeistern. Geysire und riesige Gletscher, die auf engsten Raum zusammenliegen. Mit dem Geländewagen, den die Flecks in Deutschland eigens für ihren Island-Trip gekauft hatten (und hinterher wieder verkauften), drangen sie in schwer zugängliche Gebiete vor und erschlossen sich so die spektakulärsten Landschaften. Eine Radtour führte sie entlang der Ostfjorde zum Eisbergsee Jökulsarlon.

Zwei Tage im Zelt

Nach Wanderungen im Skaftafell-Nationalpark und der Fahrt durch die scheinbar endlosen Sanderebenen ging es von der Küste ins Landesinnere nach Landmannalaugar. Bikespaß pur gab es auf diesem Teilstück. 27 Furten zählte die Familie allein auf einer Tagesetappe von 50 Kilometern. Im Bereich der Hekla saß sie zwei Tage wegen Sturm und Regen in einer Bimssteinebene fest. Eingezwängt auf zwei Quadratmetern im Zelt, nötigte dies allen Familienmitgliedern eine hohe Toleranz ab. Das Geysirgebiet, der Gullfoss und die geschichtsträchtige Thingvellirsenke waren die nächsten Attraktionen. Danach ging es auf der Kjölur wieder ins Hochland. Dessen Durchquerung per Rad, unter teilweise extremen Bedingungen, war die größte Herausforderung für die Familie.

Wale beobachtet

Mit dem Geländewagen erschloss sie sich das Hochland nördlich vom Vatnajökll, Europas größtem Gletscher und der drittgrößten Eisflache der Welt. Trekkingtouren bei der Askja und am Kverkfjöll, sowie die Besteigung der Herdubreid waren unvergessliche Naturerlebnisse. In Husavik hatten die Flecks viel Glück bei der Walbeobachtung. Der Gegenpol zu so viel Natur war Reykjavik, die nördlichste Hauptstadt der Welt.

Michael Fleck nahm seine Zuschauer mit in eine Welt voller Naturschauspiele, wo kochendes Wasser und fauchende Schwefelquellen direkt unter einem Gletscher austreten, geformt durch Feuer und Eis.
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