Ein klares "Vielleicht!"

Bisher hat sich der Oktober nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert; phasenweise waren wir mit den Temperaturen und dem Schnee schon dicht am Maximum, was um diese Jahreszeit an Kälte überhaupt möglich ist. Gerade einmal zu Monatsbeginn gab es noch fünf Tage, an denen wenigstens 15 Grad überschritten wurden, danach war's überwiegend einstellig.

Für andere Regionen der Republik kam der erste Schnee teilweise sogar so früh, wie seit 130 Jahren nicht mehr. Meteorologisch ist die Oberpfälzer Seele Kummer gewohnt, doch verlangt dieser verfrühte, tagelange Novemberwahn uns selbst hier einiges ab. Sinnigerweise kommt jetzt eine Kehrtwende, denn die Tiefs bleiben in der nächsten Zeit oft draußen auf dem Atlantik. Das bringt uns aber nur in die nächste Bredouille: Während manche mit Sonne und milder Luft endlich wieder aufatmen können, bleiben andere im Dauernebel. So mag manche Vorhersage mit "teils, teils" wie ein entschiedenes Vielleicht klingen, besser geht's aber bei solchen Wetterlagen nicht.

Das geht dann auch gleich heute los, denn mit einem Hoch wird's ruhig in der Wetterküche. Das bedeutet zunächst viel Nebel, Hochnebel, tiefe Wolken und örtlich etwas Sprühregen. Im Tagesverlauf lockert es aber doch aus Nordwesten auf, und die Sonne kann sich zumindest stellenweise durchsetzen. Wenn das mit der Sonne klappt, sind bis zu 13 Grad möglich, sonst 8 in Freudenberg, 10 in Vilseck und 11 in Kastl. Eine Punktvorhersage für den besten Wetterort macht jetzt aufgrund der Unsicherheiten wenig Sinn.

Am Samstagmorgen kann es örtlich leichten Bodenfrost und Reif geben, sonst ist oft erst einmal wieder Nebel und Hochnebel vorherrschend. Tagsüber scheint die Sonne zu lockeren Schleierwolken, und die Temperaturen richten sich nach dem Zeitpunkt der Nebelauflösung. Wenn sich die Sonne schon vormittags durchsetzt, sind milde 15 Grad möglich, sonst bleibt es bei 8 in Hirschau, 10 in Edelsfeld und 11 in Auerbach. Abends kommen überall Wolken auf und verhindern Nachtfrost bei milden 9 bis 6 Grad. In der zweiten Nachthälfte regnet es mitunter.

Der Sonntag ist gerechter verteilt, denn in der ersten Tageshälfte ist es verbreitet bewölkt mit gelegentlichem Regen oder Sprühregen. Dank auflebenden Windes und frischerer Luft wird aber wenigstens nachmittags überall ein bisschen aufgeräumt, und aus Nordwesten kommen später Auflockerungen auf. Da die Sonne aber ja nun noch eine Stunde schneller untergeht, ist das Zeitfenster zwischen Aufheiterungen und Untergang knapp bemessen. Dazu gibt's maximal 8 Grad in Schmidmühlen, 10 in Sulzbach-Rosenberg und 11 in der Amberger City. In der Nacht zu Montag klart es auf, später bildet sich stellenweise Nebel und es droht leichter Bodenfrost.

Die neue Woche ist schnell erklärt: Es bleibt überwiegend trocken mit einem einigermaßen beständigen Hoch. Nebel und Hochnebel sind zwar weiter ein Thema, lösen sich tagsüber aber zumindest stellenweise ganz gut auf. Bei Sonne sind dann bis 13 Grad möglich. Bei wem es trüb bleibt, der friert auch bei höchstens 5. Nachts ist bei Aufklaren öfter mit leichtem Frost zu rechnen, und erst gegen Ende der Woche steigt wohl das Schauerrisiko wieder an.
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