Ein klares Zeichen
Angemerkt

Nein, gerammelt voll war der Obere Markt nicht. Trotzdem war die Solidaritätskundgebung nach den Anschlägen von Paris alles, bloß kein Armutszeugnis für die Stadtgesellschaft. Im Gegenteil: Wenn sich an einem Freitagmittag, einem für viele ungünstigen Zeitpunkt, rund 400 Menschen aufmachen, um ihre Anteilnahme zu zeigen, ist das nicht nur für Weiden eine respektable Zahl. Es ist auch ein klares Zeichen, dass es den Menschen um etwas geht.

Da ist zum einen die Nähe, in der sich die Anschläge ereignet haben und die durch die Partnerschaft mit Issy-les-Moulineaux erst recht zu spüren ist. Zum anderen treibt die Sorge um, dass die Gewalt auch das Klima in Weiden, das Miteinander der Religionen, der Menschen hier vergiften könnte.

Die Gefahr, dass es einmal so weit kommt, besteht tatsächlich - sie wird nie verschwinden. Akut ist sie allerdings nur dann, wenn die Menschen keinen Blick mehr dafür haben, wie wertvoll es ist, dass sich in Weiden ganz selbstverständlich Vertreter von Stadt, Bürgern und Religionen gemeinsam für Frieden und Toleranz einsetzen. Alleine sind sie dabei zum Glück nicht. Immerhin gibt es mindestens 800 wachsame Augen, die darauf achten, dass es so bleibt.



Oberpfalznetz

Bildergalerie im Oberpfalznetz

Weiden. (fku) Hundertfach kamen die Menschen zur Kundgebung. Unsere Fotografin Petra Hartl hat mit Kollegen wichtige Szenen festgehalten. Einige ihrer Fotos finden sich auf dieser Seite, weitere gibt es auf einer Bildergalerie im Oberpfalznetz.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/charlie-weiden
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