"Ein kräftiger Auftritt"

Die Wettbewerbssieger wählen für Parkhaus (rechts) und Stadtgalerie (Mitte im Hintergrund) identische Gestaltungselemente. Entwurf: Meck-Architekten

Fondara setzt mit der Stadtgalerie ein Ausrufezeichen. Das betont Oberbürgermeister Kurt Seggewiß mit Blick auf den Fassadenwettbewerb. Bauherr Thomas Schumacher ist vom Sieger begeistert. "Ein kräftiger Auftritt", kommentiert er den Entwurf der Meck-Architekten. Auch die zweite Arbeit sei höchst interessant: "Die hat was."

Fondara beweise Hartnäckigkeit und Geduld, würdigt Seggewiß das Bemühen des Investors um eine stadtverträgliche Gestaltung der Stadtgalerie. Mit dem Wettbewerb für die Fassadengestaltung, der nach allen Regeln der Kunst durchgeführt wurde, seien überzeugende Lösungen gefunden worden. Der Wettbewerbssieger habe dabei ein sehr hochwertig gestaltetes Parkhaus entworfen, das mit seinem "Lichterband" die Architektur der Stadtgalerie aufnehme. "Man sieht schon auf dem ersten Blick, dass Galerie und Parkhaus zusammengehören."

"Alles hat gepasst. Der Wettbewerb war eine tolle Geschichte", unterstreicht Architekt Dr. Emil Lehner, der mit der Vorprüfung der Wettbewerbsarbeiten beauftragt war. Auch mit dem Entwurf des zweiten Siegers sind die Fondara-Vorstände Thomas Schumacher und Franz Humplmair sehr zufrieden. "Die beiden ersten Entwürfe kann man wirklich herzeigen", bestätigt Thomas Schumacher bei der Bekanntgabe der Entscheidung des Preisgerichts.

"Ein richtiger Aufschlag"

Die Entscheidung für die Reihung der drei Erstplatzierten fällte die Jury einstimmig. Fachpreisrichter und Architekturprofessoren waren sich einig. Auch CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch setzte den Meck-Entwurf auf Platz 1: "Ich finde besonders gut, dass es zeitgenössische Architektur ist, die das neue Zentrum markiert. Das ist ein richtiger Aufschlag: Jawohl, da bin ich." Pluspunkt sei das Parkhaus, das ebenso mit hochwertiger Keramik gestaltet wird. Dass die Begeisterung noch nicht jeden Bürger erfasst hat, sei doch normal: "Sichtweisen ändern sich. Es ist schön, wenn die Leute mitdiskutieren."

"Das sieht schon gut aus, man kann es nicht anders sagen. Ich würd's nehmen", gesteht Philipp Kaufmann, der Geschäftsführer des City Centers in der Max-Reger-Straße. Viel wichtiger ist allerdings, was drin ist, welche Geschäfte mit der Stadtgalerie neu kommen."

Zurückhaltend gibt sich Martin Stangl, der mit seiner Buchhandlung unmittelbarer Nachbar der Stadtgalerie ist. Noch sei ja nicht entschieden, welche der beiden besten Wettbewerbsarbeiten realisiert werden solle. "Ich bin leicht positiv gestimmt." Er werde versuchen, heute Abend die Ausstellung zu besuchen, in der die sechs Entwürfe und die Detailzeichnungen zu sehen sind.

Er verlasse sich bei der Fassadengestaltung auf die Entscheidung der Fachleute, gesteht Gerhard Ludwig. "Mir haben sie durchaus gefallen." Der Vorstandssprecher der Volksbank ist Nachbar und Vorsitzender des Industrie- und Handelsgremiums Weiden. Die Wirtschaft, so versichert er, stehe inzwischen hinter der Stadtgalerie. "Wichtig ist, dass sie möglichst schnell kommt. Für den Erfolg sowohl für die Stadtgalerie als auch für den bereits vorhandenen Handel sei ein Konzept nötig, das Weiden insgesamt attraktiver mache. "Dieser Weg wird gegangen."
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