Ein "Owie" neben den Schafen

Nachdenkliches zur Adventszeit trugen Edith Schimandl und Georg Hüttner vor. Bild: Kunz

"Alle Jahre wieder". Nicht im Schnee, sondern auf einem verwelkten Blätterteppich feierte der Oberpfälzer Waldverein, Zweigverein Weiden, auf dem Fischerberg seine traditionelle Waldweihnacht.

Edith Schimandl und Georg Hüttner appellierten bei der Waldweihnacht am Sonntagnachmittag in ihren Lesungen an ein sinnvolles und sinnbestimmtes Leben. Gott frage einmal nicht, was einer war, ob er Geld hatte oder Einfluss. "Seine Frage wird einmal lauten: Hast du gedient, wen hast du umarmt in meinem Namen." Sinnvoll sei die Zeit, die wir für andere verwendeten, "die wir einsetzen, um anderen zu helfen. Das ist im Sinne Gottes gelebte Zeit".

Zweigvereinsvorsitzender Alois Lukas begrüßte Bürgermeister Jens Meyer (SPD), die CSU-Stadträte Stefanie Sperrer, Hans Sperrer und Michael Bihler sowie die Stadträte Veit Wagner und Karl Bärnklau. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Bläsergruppe Schreiner aus Störnstein sowie das Gesangsensemble "Chorisma" unter Leitung von Larissa Burghardt.

"Die nahenden Freuden"

"Es geht zu auf Weihnachten". Der vierte Adventssonntag stehe unter dem Motto "Die nahenden Freuden" erklärte der evangelische Pfarrer von St. Michael, Hans-Martin Meuß. Er sprach von der Vorfreude auf die freien Tage, aber vor allem auch auf das große Fest.

Neben Maria und Josef, den Hirten und Schafen, Ochs und Esel sei auch ein gewisser "Owie" an der Krippe gestanden, versicherte der Geistliche den zahlreichen Waldweihnachtbesuchern rund um die flackernden Schwedenfeuer. Er erinnerte an eine Strophe aus dem berühmten "Stille Nacht", die da laute: "O wie lacht". Wohl ein Missverständnis.

Daraus zog er aber doch den Schluss, dass auch das Lachen zur Freude und zum Weihnachtsfest gehöre. Schließlich erzählte er noch die Geschichte von Saras Niederkunft im gesegneten Alter, der Gattin Abrahams. Und er dirigierte unterm Vierlingsturm das Lied "Mach Du, dass es werde Licht". Die Besucher sangen im Kanon mit.
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