Einbrecher im Polizei-Visier

Den Ganoven soll es an den Kragen gehen. Daher das massive Polizeiaufgebot in den Abend- und Nachstunden des vergangenen Wochenendes.

Amberg-Sulzbach. (jör) Einem Großteil der Einwohner der Stadt Amberg, des Landkreises Amberg-Sulzbach und des Landkreises Schwandorf dürfte die Aktion nicht verborgen geblieben sein.

Unter Federführung der Kriminalpolizeiinspektion Amberg waren laut Mitteilung der Polizei bei der Aktion an beiden Tagen jeweils zwischen 45 und 60 Polizeibeamte aller Inspektionen aus dem Raum Amberg-Sulzbach und Schwandorf eingesetzt. Unterstützt wurden sie von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Mehr als 400 Personen

Auch Zivilfahnder nahmen an dem Einsatz teil, um das Phänomen Wohnungseinbruch-Diebstahl zu bekämpfen. Neben Fahrzeugkontrollen auf Bundesstraßen und Autobahnzubringern gingen Einsatzkräfte vor allem durch Wohngebiete. Insgesamt kontrollierten sie etwa 300 Fahrzeuge und mehr als 400 Personen.

Der Großeinsatz am Wochenende ist im Wesentlichen die logische Ergänzung von umfangreichen intensiven Maßnahmen aller Polizeiinspektionen, die bereits vor Wochen im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizeiinspektion Amberg begonnen wurden. In diesem Zusammenhang konnten auch Einbruchdiebstähle geklärt und Tatverdächtige ermittelt werden.

Zu einer Festnahme war es zuletzt am 25. November gekommen. Bei der Kontrolle eines verdächtigen bulgarischen Fahrzeugs an der Autobahn-Raststätte Oberpfälzer Alb fanden Zivilfahnder Schmuck im Wert von rund 5000 und Bargeld im Wert von etwa 10 000 Euro.

Bei weiteren Ermittlungen konnte den beiden männlichen Fahrzeuginsassen ein Wohnungseinbruch nachgewiesen werden, der am gleichen Tag im Raum Schweinfurt verübt worden war. Die beiden Bulgaren mussten nach Besuch beim zuständigen Ermittlungsrichter in die Justizvollzugsanstalt einpassieren.

Hinweise helfen weiter

Im Bereich Amberg ging die Anzahl der Wohnungseinbrüche im November deutlich zurück. Möglicherweise ein erstes Anzeichen dafür, dass umfangreiche Maßnahmen greifen, vermutet die Polizei. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet die Bevölkerung, da auch vermehrt wichtige Hinweise über verdächtige Beobachtungen an die Polizei weitergegeben werden. (Siehe auch Seite 3)
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