Eine Agrar-Romantik

Auf aktuelle und künftige Herausforderungen für Schweinehalter ging Gerhard Stadler, BBV-Bezirkspräsident von Niederbayern, ein. Die regionale Vermarktung sollte nach wie vor im Vordergrund stehen, reiche aber für den Schweinezüchter nicht aus, wenn er wirtschaftlich nicht produzieren und überleben wolle, Vielmehr sollte der Landwirt versuchen, neue Märkte im In- oder Ausland zu erschließen. Probleme, was den Preis betreffe, bereite der zunehmende Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel. Es sei unverständlich, dass mit Ramschpreisen für hochwertige Lebensmittel die Verbraucher in die Märkte gelockt würden, um dann für andere Produkte viel Geld auszugeben.

Auch Schockberichte in Medien über Tierhaltung, Nottötung von Ferkeln, Antibiotika-Einsatz und Diskussion über Tierwohl und -schutz wirke sich auf die Tätigkeit der Schweinemäster aus. Da viele Verbraucher eine Agrar-Romantik über das ländliche Leben hätten, fielen solche Berichte auf fruchtbaren Boden, meinte der Referent. Deutlich gemacht werden sollte, dass die Landwirte selber am Tierschutz interessiert seien, "denn nur Tiere, die gesund sind und sich wohlfühlen, bringen auch Leistung". (bt)
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