Eine Kerze zum Gedenken

Jährlich sterben auf unterschiedlichste Weise allein in Deutschland 20 000 Kinder und junge Erwachsene, weltweit sind es um ein Vielfaches mehr. Und überall bleiben zutiefst trauernde Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde zurück. Sie alle wissen: "Die Zeit heilt keine Wunden, sie lindert nur den Schmerz."

Einmal im Jahr wollen Betroffene nicht nur ihrer eigenen Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder und Enkelkinder gedenken. Am zweiten Sonntag im Dezember (14.) stellen sie traditionell um 19 Uhr rund um den Globus Kerzen in ihre Fenster. Das Licht soll für Betroffene auch ein Zeichen der Solidarität sein. An vielen Orten werden auch in Deutschland am 14. Dezember Gedenkgottesdienste für die verstorbenen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen angeboten, die darin namentlich Raum und Zeit finden.

Erfahrungsgemäß wird von den Angehörigen die allerorts stimmungsvolle Advents- und Weihnachtszeit oft als besonders schmerzlich erlebt. Für Betroffene aus Weiden und den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und Amberg wird am Sonntag um 13.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst angeboten. Pfarrer Thomas Stohldreier von der katholischen Pfarrei Maria Königin in Schirmitz und Gabriele Scherl von der evangelischen Gemeinde in Eschenbach gestalten diesmal in der Kirche St. Johannes in Weiden (Nähe OBI-Baumarkt) einen ökumenischen Wortgottesdienst. Er steht unter dem Leitwort: "Jakobs Kampf mit Gott" und wird von der Singgruppe der Pfarrei Herz Jesu unter Leitung von Chordirektor Peter Kosmus gestaltet.

Die Organisation liegt in den Händen von Christine Wittmann (Bechtsrieth), die über zehn Jahre lang die Selbsthilfegruppe "Verwaiste Eltern" in Weiden geleitet hat. Im Anschluss sind die Teilnehmer zu Kaffee, Tee, Glühwein und Kuchen ins Pfarrheim St. Johannes eingeladen.
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