Eine saubere Aktion

Das "Müllwurfspiel" hatte doppelten Effekt: Der Abfall kam in den Eimer. Und die Aufmerksamkeit der Passanten war geweckt. Das Gewinnspiel war nur eine Aktion vor dem Alten Rathaus am Freitag.

(hcz) Straßenreinigung und Abfallwirtschaft präsentierten sich mit Informationen, mehreren Fahrzeugen und einigen Mitarbeitern. Mit der Aktion "Für ein sauberes Weiden" stellte die Stadtverwaltung das Thema "Sauberkeit auf Wegen und Plätzen, Wertstoffinseln, Kinderspielplätzen sowie Parkanlagen" in den Blickpunkt.

Gleichzeitig wolle man allen herzlich danken, die bei der Wertstofftrennung, beim Sauberhalten der Stadt oder bei der Erfüllung ihrer "Anliegerverpflichtungen" - Zurückschneiden von aus dem Grundstück ragenden Ästen, Wintersicherung, Freihalten des Bürgersteigs von Unkraut, Reinigung in Straßen, wo keine Kehrmaschine fährt - mithelfen, sagte Johannes Zierock, der Leiter des Sachgebiets Straßenreinigung.

Achtloses Wegwerfen, sei es auch nur von Zigarettenkippen, Hinterlassenschaften von Festen und schlechte Wertstofftrennung stellten nicht nur eine Ordnungswidrigkeit dar, sondern verursachten den Kommunen jährlich hohe Kosten. Mit etwa 40 Mitarbeitern der Müllabfuhr, Wertstofferfassung, Straßenreinigung und Papierkorbentleerung sorgen Bauhof und Stadtgärtnerei täglich für Sauberkeit in der Stadt. 14 Fahrzeuge, vom Handwagen zur Innenstadtreinigung bis zur Großkehrmaschine, sind dabei im Einsatz.

Der "Pfau" zur Abfallkorb-Entleerung wird demnächst einen "elektrischen Kollegen" bekommen, kündigte Bauhofleiter Manfred Meßner an. Ab November wird auch ein Fahrzeug mit Elektroantrieb die Papierkörbe entleeren. Acht Containerstandplätze, 16 Wertstoffinseln und zwei Wertstoffhöfe geben den Weidenern Gelegenheit, ihren Müll richtig zu trennen. 50 Beutelspender für Hundekottüten sind im Stadtgebiet aufgestellt. 300 000 Beutel seien im letzten Jahr ausgegeben worden, berichtete Zierock.

Bei dem Spiel "Gib mir Deinen Müll" gab es kleine Geschenke zu gewinnen. Aber die Besucher konnten auch ihrem Ärger Luft machen. Margot Völkl, eine Bewohnerin des Ortsteils Rehbühl, beklagte beispielsweise, dass der Bürgersteig am Beginn der Mooslohstraße von Seiten des Bahngeländes derart mit "Grünzeug" überwuchert ist, dass er für Fußgänger zu schmal ist. Zierock verwies auf die Verpflichtung des Anliegers, dies abzustellen und versprach, sich sofort darum zu kümmern.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.