Eineinhalb Fragezeichen

Die Schließung der Gerhardingerschule ist wieder in der Diskussion. Auch die Aufgabe des Altbaus der Hans-Sauer-Schule hält das Stadtplanungsamt für überlegenswert. Bild: Steinbacher

Die kleine Pause ist vorbei. Nachdem der Stadtrat im Januar keine Grundschule schließen wollte, ist das Thema nun wieder auf der Tagesordnung. In der Diskussion: die Gerhardinger- und der Altbau der Hans-Sauer-Schule.

Eines betont Stadtplaner Friedrich Zeiß am Donnerstag in der Sitzung des Schulbeirats immer wieder: Alles seien "nur Gedankenspiele". Trotzdem wird er am Ende seiner Ausführungen deutlich. Aus seiner Sicht gebe es "eine Vorzugsvariante": die Schließung der Gerhardinger- und des Altbaus der Hans-Sauer-Schule - bei gleichzeitiger Neuzuteilung der Sprengel. Zeiß hat im Auftrag des Stadtrats durchgespielt, was wäre, wenn die Stadt keine, einzelne oder mehrere der sieben Weidener Grundschulen schließen würde.

Wobei nichts zu tun nach seinen Ergebnissen kaum infrage kommen kann: Derzeit, errechnet der Stadtplaner, gebe es knapp 650 freie Plätze in Weidens Grundschulen. Einen gewissen Puffer brauche es zwar immer. Trotzdem: Angesichts dessen sei es nahe liegend, über die Aufgabe von Standorten nachzudenken - wobei immer wichtig sei, dass die Kinder weiter eine Schule in der Nähe ihres Wohnorts fänden.

Für eine Schließung der Gerhardingerschule spreche, dass die Kinder aus ihrem Sprengel in der Innenstadt fußläufig auch andere Schulen erreichen können. Für eine Verkleinerung der Hans-Sauer-Schule, dass bislang Kinder etwa aus den Naabwiesen oder den Krummen Äckern mit dem Bus nach Rothenstadt gebracht würden. Es gebe aber Schulen, die viel näher an ihren Wohnorten liegen. Hinter diese zwei Standorte setzt Zeiß in seinem Vortrag deshalb Fragezeichen. Wobei auch die Frage bleibt, ob es tatsächlich so weit kommt. Mitglieder des Schulbeirats wie Alois Schinabeck (SPD) jedenfalls zeigen sich in einer ersten Reaktion skeptisch.
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