"Einsätze sind die Normalität"

In der Ostmark-Kaserne stellten sich die Soldaten zum feierlichen Abschiedsappell auf. In den nächsten Wochen fliegen sie zu ihren Einsatzorten in den Kosovo, nach Mali und Afghanistan. Bild: Hartl

170 Soldaten des Artilleriebataillons 131 ziehen Ende Januar in viermonatige Auslandseinsätze. Dabei übernimmt auch Bataillonskommandeur Oberstleutnant Wolfgang Schmidt Verantwortung.

Das neu aufgestellt Artilleriebataillon 131 steht vor den ersten Auslandseinsätzen. 165 Soldaten gehen in den Kosovo, 3 nach Afghanistan und 2 nach Mali. "Einsätze sind für uns Soldaten die Normalität, nicht die Ausnahme", machte Bataillonskommandeur Oberstleutnant Wolfgang Schmidt beim Abschiedsappell in der Ostmark-Kaserne deutlich.

Nachdem Schmidt vor über einem Jahr das Kommando über das neue Artilleriebataillon 131 übernommen hatte, meldete der Oberstleutnant am Dienstagabend, dass er eine einsatzfähige Truppe auf die Beine gestellt habe. Die folgenden Einsätze seien keine Routine. Er sprach von einer persönlichen Ausnahmesituation für Soldaten und deren Familien. "Wer das erste Mal dabei ist, wird anders zurückkommen", verwies Kommandeur Schmidt auf die Probleme in den Einsatzländern. "Der Wohlstand in Deutschland wird danach mit ganz anderen Augen gesehen." OB Kurt Seggewiß sagte, dass die Soldaten "sehr viel auf sich nehmen". Es sei nicht nur militärisches Können gefragt, sondern auch die Vermittlung bei Konflikten.

Extra-Ausbildung

Im Kosovo stellen die 165 Soldaten ab Ende Januar bis zum Mai die KFOR-Einsatzkompanie in Novo Selo und den Sicherungszug für das Feldlager in Prizren. Die Weidener lösen das Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen ab und sind für die Unterstützung der Sicherheitskräfte vor Ort zuständig.

Zudem erhielten die Soldaten eine Extra-Ausbildung, um als schnelle Eingreif-Reserve im CRC-Einsatz ("Crowd-Riot-Control") bei gewalttätigen Demonstrationen zu fungieren. Auch Oberstleutnant Schmidt zieht in den Einsatz. Als Chef des Stabes ist der Kommandeur des Artilleriebataillon 131 in Prizren und damit der stellvertretende Führer der deutschen Kräfte im Kosovo. Zudem fliegen demnächst drei Soldaten nach Afghanistan. Sie sind Teil des neuen Ausbildungsauftrags. Weitere zwei Soldaten leisten bald Dienst in Mali, einer meldete sich freiwillig für den Einsatz im Ebola-Seuchengebiet.
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