Einsätze weiter zum Nulltarif?

Auszeichnungen gab es für verdiente Mitglieder: (sitzend von rechts) Heinz Kneisel, Walter Kummer, das neue Ehrenmitglied Hans Meiler, Konrad Pausch und Ernst Gallersdörfer mit Kommandant Roland Weismeier. Die Frauenrichter Wehr mit Vorsitzenden Heinz Sauerhammer (stehend links) nahm zwei neue Frauen in ihren Reihen auf: Constanze Erl-Höning (roter Pullover) und Lisa Weismeier (grauer Pullover). Bild: Dobmeier

Was nichts kostet, ist nichts wert. Diese Ansicht ist weit verbreitet, und deshalb stellte Vorsitzender Heinz Sauerhammer die Frage, ob der Einsatz der Feuerwehr weiterhin zum Nulltarif erfolgen könne.

Frauenricht. (rdo) Sauerhammer dankte in der Jahreshauptversammlung Kommandant Roland Weismeier und allen Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Frauenricht, die 2014 zu 18 Einsätzen ausgerückt waren. Ob dieser Service der Wehr auch künftig umsonst erfolgen könne, sei für ihn fraglich, meinte der Vorsitzende. Die Gesellschaft müsse sich Gedanken machen, inwieweit sich die Dienstleistung der Feuerwehr als Selbstverständlichkeit abhaken lasse. Für die Wehrmänner selbst sei der Einsatz immer noch Ehrensache, trotz der starken Belastung im Berufsleben.

Die Feuerwehr Frauenricht zählt aktuell 93 Mitglieder, davon 32 Aktive. Mit Lisa Weismeier und Constanze Erl-Höning engagieren sich zwei weitere Damen in den Reihen der Wehr, was Sauerhammer freute. Er stellt nach einem Jahr Probezeit die Übernahme in den aktiven Dienst in Aussicht.

Dank galt der Stadt für die Mittelbereitstellung. Die Feuerwehr schaffte ein neues Batterieladegerät an. An gesellschaftlichen Veranstaltungen nannte der Vorsitzende Feuerwehrfest, Fischessen und Nikolausfeier.

Kommandant Roland Weismeier berichtete, dass mit 18 Einsätzen 2014 zwei weniger angefallen waren als 2013. Fünf Mal kam es zum Brandalarm: im Seniorenheim Hans Bauer, im Traforaum vom K+L Ruppert, in einer Garage in Neunkirchen, außerdem gab es zwei Pkw-Brände. Nach Unfällen waren außerdem technische Hilfeleistungen gefordert wie Fahrbahnreinigungen und Verkehrsregelungen. Die Wehrmänner sicherten außerdem nach einem Einbruch eine Terrassentür, halfen bei der Suche nach einer vermissten Person sowie bei Absperrungen bei der Skater-Night und anderen Veranstaltungen.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß lobte die familiäre Atmosphäre und den Zusammenhalt der Frauenrichter Feuerwehr. Laut einer Umfrage sehne sich die Bevölkerung nach Sicherheit, die dank der Feuerwehr gewährleistet sei. Seggewiß dankte auch namens der anwesenden Stadträte Alois Lukas, Wolfgang Pausch und Karl-Heinz Schell für die ständige Rufbereitschaft und die Einsätze in häufig schwierigen Situationen.

Stadtbrandrat Richard Schieder bezeichnete den generationenübergreifenden Zusammenhalt als Stärke der Stadtteil-Feuerwehr. Er danke allen Aktiven für die Übungs-, Weiterbildungs- und Einsatzbereitschaft.
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