Einsatz im Erzgebirge

Kleine Geschenke erhalten die Partnerschaft: (von links) Kommandant Christian Müller und Vorsitzender Peter Rodler (Neunkirchen), Stadtrat Alois Schinabeck, Wehrleiter André Weigel (Cranzahl), Stadtrat Karlheinz Schell und Mitbegründer Helmut Seidel (Cranzahl). Bild: R. Kreuzer

Helmut Seidel hatte ein brennendes Anliegen: Für seine Feuerwehr Cranzahl aus dem Erzgebirge wünschte er sich einen westlichen Paten. Und die Neunkirchener Wehr ließ sich nicht lange bitten. Vor 25 Jahren schlossen die Kameraden von hüben und drüben Freundschaft.

Nun feierten sie das Jubiläum im Feuerwehrhaus Neunkirchen mit Reden, Ehrungen, dem Austausch von Erinnerungsgeschenken sowie einem leckeren Büfett. Vorsitzender Peter Rodler erinnerte an die Anfänge der Partnerschaft. Schon bald habe der Cranzahler Wehrleiter Wolfgang Schubert mit seinen Kameraden die Oberpfalz besucht. "Wenn es auch anfängliche Verständigungsprobleme gab, lockerte sich das bald bei einer Brotzeit und Zoiglbier", scherzte Rodler. "Die Atmosphäre entspannte sich."

Inzwischen sei die Freundschaft gefestigt. Die Partner unternehmen zahlreiche gegenseitige Besuche und gemeinsame Vereinsausflüge, feiern zusammen Sommerfeste und Jubiläen wie das 120- und 125-Jährige der Neunkirchener Wehr. Die Wehr in Cranzahl beging das 130-jährige Bestehen, wozu sogar die "Altneihauser Feierwehrkapelln" anrückte. Zudem gab es gemeinsame Wehrübungen mit am Hof der Familie Gollwitzer sowie eine Wassernotübung mit Schlauchboot in Cranzahl. Rodler: "Nun hoffen wir auf das weitere Bestehen der Partnerschaft, wenn es auch bei beiden Seiten große Probleme bei den Nachwuchskräften gibt."

Moderne Technik

Der Mitbegründer der Kameradschaft, Helmut Seidel, sprach im Namen der Wehrleitung Cranzahl. Die Kameradschaft blühe, viel habe sich getan. "Wir sind jedoch älter geworden. Beide Wehren haben neue Fahrzeuge bekommen. Bei uns ist die heutige Technik mit der der Vergangenheit nicht zu vergleichen."

Stadtrat Alois Schinabeck blickte auf die Zeit vor 25 Jahren zurück, als mehrere hiesige Vereine Kontakte zu den Vereinen im Osten knüpften. Die Neunkirchener Patenschaft sei mit Leben erfüllt, sagte Schinabeck. Er überbrachte auch die Grüße von OB Kurt Seggewiß und Karlheinz Schell, Verbindungsstadtrat der Feuerwehr. Seidel hatte einen Geschenkkorb mit Spezialitäten aus Cranzahl mitgebracht etwa einen Haselnusslikör. Dazu überreichte er an Rodler einen Teller zum 25. Jubiläum. Auch die Neunkirchner Wehr wartete mit einem Geschenk auf, zudem mit einer Urkunde und einer Spezialität aus der Max-Reger-Stadt, dem "Max-Reger-Tropfen". Dann lud der Vorsitzende zum leckeren Büfett ein.
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