Einsatzfahrer absolvieren "Sondersignal-Fahrt-Trainer" in der Feuerwache Weiden
Die Gefahr fährt mit

Mit Tatütata allein ist es nicht getan, wenn sich Feuerwehrleute beim Einsatz hinter das Lenkrad des Löschfahrzeuges klemmen. Welche Gefahren lauern und wie darauf zu reagieren ist, lernten die Teilnehmer in einem Fahrsimulator. Bild: hfz
Einsatzfahrten von Feuerwehrfahrzeugen zu Bränden, oder anderen brisanten Ereignissen, sind oft mit hohem Risiko behaftet. Aufgrund des dichten Verkehrs in der Stadt, unvorhergesehener Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer und der Wahrnehmung der Sonderrechte mit Blaulicht und Martinshorn, kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen.

Damit die Einsatzfahrer besser mit diesen Gefahrenmomenten vertraut werden und sich damit vorausschauender auf den Straßen bewegen, wird den Feuerwehren seit heuer durch das bayerische Innenministerium und der Versicherungskammer Bayern ein "Sondersignal-Fahrt-Trainer" für die Schulung zur Verfügung gestellt. Auch in Weiden.

Vier Tage war dieser Fahrsimulator in der Hauptfeuerwache stationiert. Insgesamt 48 Einsatzfahrer wurden bei 8 Schulungsdurchgängen weitergebildet. In den jeweils vierstündigen Ausbildungen wurden die Teilnehmer zunächst kurz theoretisch auf die Rechtslage und die Risiken der Einsatzfahrten hingewiesen. Zusammen mit dem Ausbilder Rainer Greif ging es dann zur praktischen Übung an den Fahrsimulator.

Mit einem Feuerwehrfahrzeug galt es, mit Blaulicht und Martinshorn durch Innenstädte, aber auch Landstraßen und Autobahnen, sicher an einen fiktiven Einsatzort zu gelangen. Dabei reagierten die eingespielten anderen Verkehrsteilnehmer, Autofahrer, Fußgänger und auch Radfahrer, natürlich meist nicht richtig auf das herannahende Feuerwehrfahrzeug. Der Einsatzfahrer musste entsprechend reagieren.

Nach einer viertelstündigen Einsatzfahrt unter derartigen Bedingungen, stand vielen Teilnehmern buchstäblich der Schweiß auf der Stirn. Im Anschluss wurde mittels Videoaufzeichnung die Fahrt nochmals gezeigt, und die Gefahrensituationen analysiert. Alle Teilnehmer lobten einhellig diese Art der Ausbildung. Sie hofften auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
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