Einst eine Klausen

Der Bau der neuen Zufahrt zum Kellerweg erforderte den Abbruch des Hauses Kellerweg 2, ehemals Ehenfelder Straße 15. Dessen Geschichte veranlasste CSU-Fraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger zu einem Blick in die von Josef Weinberger verfasste Chronik "Die Stadt Hirschau, seine Bürger und Häuser".

In der "vom Magistrat bei der Vierzehnnothelfer-Kapelle aufgebauten Klausen" wohnte seit 1737 der Eremit Frater Josephus Fink. Als dieser 1754 starb, setzte er die Stadt zum Erben ein. Diese wiederum verkaufte die Klausen mit seinem kleinen Gärtl an den andächtigen und frommen Frater Antonyy Bauer, auch ein "Ainsiedler". Die Chronik berichtet, dass Bauer in der Stadt nicht betteln durfte und 1760 als bescheidener Eremit starb. Im Jahr 1770 befahl die Regierung, dass "die Klausen keineswegs nur mehr an einen Eremiten verkauft werden muss, sondern auch dem Publikum überlassen werden soll." (u)
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