Einweihung mit Witz

Eine Event-Küche voll technischer Raffinessen nennt die VHS jetzt ihr eigen, wie Fachbereichsleiterin Angelika Meindl (vorne, links) beim Rundgang erklärte. Geschäftsführer Stefan Frischholz dankte dafür dem Sponsor Peter Unger und VHS-Aufsichtsrätin Cornelia Taubmann, die die Spende an Land gezogen hatte. Bild: Götz

"Italienisch für Anfänger": Diesen dänischen Film über eine Volkshochschule empfahl Pfarrer Hans-Martin Meuß als "sehr unterhaltsam". Sehr unterhaltsam war auch die Einweihungsfeier der Volkshochschule Weiden-Neustadt in den neuen Räumen.

Weiden. (ps) Dafür sorgten die launigen Worte mehrerer Festredner und die mitreißenden Klänge der Kepler- Big-Band unter Leitung von Peter König. Bei dieser Feier wurde so viel gelacht wie selten bei derart offiziellen Anlässen. Zu verdanken war das unter anderem Professor Dr. Klaus Meisel. Der Vorsitzende des Bayerischen Volkshochschulverbandes hielt sich nicht nur "an die 20 Gebote für Vortragende im Volksbildungswesen aus dem Jahr 1929. Gebot Nummer 8: Reise nicht mit dem letzten Zug an." Er zeigte auch die große Bedeutung dieser Einrichtungen zur Erwachsenenbildung auf, ohne in seiner Rede auszuufern.

Förderung der Wirtschaft

Über eine Million Menschen in Bayern hätten bisher IT-Kurse an Volkshochschulen besucht. "Ein riesiges Wirtschaftsförderungsprogramm." Fremdsprachen fördern die Weltoffenheit, Integrationskurse den gesellschaftlichen Zusammenhalt, und der stark wachsende Kursbereich Gesundheitsbildung erspart so manche Krankenkosten. Der VHS Weiden-Neustadt gratulierte er auch im Namen von Verbandspräsidentin Barbara Stamm zu diesem "neuen Gesicht in einem neuen Gebäude", das zentral gelegen ist und die Vernetzung mit der Region belege. "Diese Investition in lebenslanges Lernen zeigt bildungspolitische Weitsicht", bestätigte er den verantwortlichen Kommunalpolitikern. Vom Freistaat Bayern dagegen würde er sich mehr Förderung wünschen als die bisherigen drei Prozent des Finanzierungsvolumens. "Hier gibt es, glaube ich, noch erhebliches Potenzial."

Überraschend vorgezogen wurde die Ansprache von Landrat Andreas Meier, der für die kurzzeitig "verschollenen" Musiker einsprang, sich aber weigerte, zu singen. Er hielt seine Rede - wie gewünscht - "kurz und ohne zu nahe ans Mikrofon zu treten". Dennoch brachte er das Bekenntnis des Landkreises zur interkommunalen Zusammenarbeit klar rüber. Beleg dafür sei auch der stark erhöhte Zuschuss des Landkreises.

"Wir können in Sachen Erwachsenenbildung jetzt wieder Ausrufezeichen setzen", hatte OB Kurt Seggewiß eingangs betont. Neue Räume und neue Ausstattung würden vieles ermöglichen. Großes Lob galt Geschäftsführer Stefan Frischholz und den VHS-Mitarbeitern. Dank ihrer großen Eigenleistung sei die Kostenvorgabe nicht überschritten worden.

Für Schmunzler sorgte auch Dekan Johannes Lukas, der gemeinsam mit Pfarrer Hans-Martin Meuß die Segensworte sprach. Er würde ja gerne mal Pole-Dance in den neuen Gymnastikräumen sehen, sich mit Rücksicht auf seinen Bischof aber doch fernhalten. Mit Blumen und Wein dankte Geschäftsführer Stefan Frischholz allen Mitarbeitern für die Umzugshilfe. Zwölf Firmen aus der Region und das Architekturbüro Robert Würschinger hätten außerdem dafür gesorgt, dass der Zeitrahmen eingehalten wurde. Also waren alle "Happy" - nicht nur die Big-Band, die mit dem Song von Pharell Williams den Festakt beendete.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.