"Elephants on Tape" präsentieren neue EP im Kunstverein
Downbeat trifft Noise-Gewitter

Nach Tour-Etappen in Hamburg, Amsterdam und ebe wie hier in Weiden geht es für die Band "Elephants on Tape" nun weiter nach Hof, Bamberg und Weimar. Bild: hfz
Weiden. Das Sündikat bleibt seiner Linie treu und bucht Künstler quer durch die Popgenres. Große Namen? Fehlanzeige. Dafür greift das Qualitätssiegel: Dem Sündikat gefällt's. Am Freitag waren deshalb die "Elephants on Tape" zu Gast, die im Kunstverein ihren Elektropop und die neue EP namens "Different from now" vorstellten.

"Elephants on Tape" im Kunstverein - das ist nichts für erlebnisorientierte Konzertbesucher. Ein bisschen Nicken hier, ein bisschen selbstvergessenes Wippen da. Der Rest ist schwelgen - in sphärisch-tröpfelnder Downbeat-Seligkeit, die den Zuhörern sanfte Vocals in die Ohren spült.

Schublade gefunden, Portishead-Stempel drauf - fertig? Wenn da nicht noch eine amtliche Indierock-Band auf exakt derselben Bühne stehen würde. Gitarre, Bass und Schlagzeug fristen zwar zu Beginn des Abends noch ein Schattendasein, rücken aber gegen Ende dem Electronica-Style mitunter recht rabiat zu Leibe - was dem Gesamtklangbild ganz und gar nicht schadet. Einige der letzten Songs kulminieren in wahren Noise-Gewittern, die Sonic Youth alle Ehre machen würden. Angenehm dabei: Die Sounds soßen sich nicht gegenseitig zu, sondern bleiben durchgängig autonom, dominieren wechselseitig. Den roten Faden zieht die wandelbare Stimme von Lisa Zwinzscher durch starke Songs wie "Ask the Moon", "Spiders Walk" und "Different from now". Die Musiker, teils aus Hamburg, teils aus Leipzig spielen seit 2012 zusammen. "Different from now" ist nach "Ask The Moon" bereits die zweite EP.
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