Elf neue Hospizbegleiter treten Ehrenamt an
Auf dem letzten Weg Halt geben

Durch den Abschluss ihrer Ausbildung mit Zertifikaten stehen die neuen Hospizbegleiter für den Dienst am Nächsten bereit. Bild: Dobmeier
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
19.10.2014
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Niemand ist gerne alleine, nicht im Leben und noch weniger beim Sterben. Ein schweres Ehrenamt haben elf neue Hospizbegleiter angetreten. Wenn sie gebraucht werden, sind sie für Schwerstkranke und Sterbende da.

"Alles hat seine Zeit." Das Lachen und die Traurigkeit, die Liebe und der Hass, der Friede und der Streit, die Ratlosigkeit und das Halt suchen, aber auch das Leben und der Tod. "Diesen Gegensätzen begegnen wir im Leben", schilderten die Klinikseelsorger bei der Entsendungsfeier von elf neuen Hospizbegleitern des Malteser Hilfsdienstes.

Die Ehrenamtlichen kümmern sich auch um Menschen, die ohne Familienangehörige oder Verwandte sind. Begleiten sie in den letzten Stunden ihres Lebens. Im ökumenischen Gottesdienst dankten die Klinikseelsorger Prädikantin Sabine Dachauer und Pfarrer Hans-Gerd Geiger den neuen Hospizhelfern dafür. Als äußeres Zeichen erhielten sie eine Kerze mit der Botschaft des Lichtes Gottes. Zur Feierstunde begrüßte Heribert Stock, Leiter des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Weiden-Neustadt/WN, die zahlreiche Gäste in der Kapelle des Klinikums. "Ihnen gehört die Hochachtung für ein so schweres Amt in unserer sonst so nüchternen Gesellschaft", sagte er.

In einem Einführungs-, einem Vertiefungskurs sowie Praktika bei sozialen Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege erwarben die elf Teilnehmer ihr Wissen. In Kooperation mit diesen Einrichtungen läuft die Arbeit für die Schwerkranken und deren Angehörigen. Ein herzliches "Vergelt's Gott" galt den Kursleitern Rudolf Haupt, Rita Büttner und Christa Christl. Nach Abschluss des siebten Kurses stehen nun 57 Personen zum Hospizdienst zur Verfügung, davon zwei Drittel im Landkreis.

"Der Dienst sei nicht hoch genug einzuschätzen", hob stellvertretender Landrat Albert Nickl hervor. Im Namen der Stadt Weiden und des OB wünschte Stadträtin Sabine Zeidler viel Kraft für den nicht immer einfachen Dienst. Die Hospizbegleiter füllen die Lücken der oft nicht mehr vorhandenen Familienstruktur. Heribert Stock zeigte sich dankbar für die aufmunternden Grußworte und wünschte den Hospizbegleitern einen guten Start. Der Hospizdienst sei damit gut gerüstet für die Inanspruchnahme der spezialisierten Palliativversorgung und des kommenden Hospizes in Neustadt.

Den Hospiz-Kurs absolvierten: Anna Holeczek, Erna Möller, Elfriede Gall, Sieglinde Kasiske (alle aus Weiden), Katja Volpert-Greim (Pleystein), Marion Dick (Flossenbürg), Barbara Reichl (Neustadt/WN), Ulrike Högen (Kaltenbrunn), Petra Tappe (Erbendorf), Marion Gropengießer (Falkenberg) und Josef Arnold (Grafenwöhr).
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