Elisabeth Kraus feiert den 80.
Leute

Das bunte Sparschwein liegt im Korb und wartet darauf, bei der Feier des 80. Geburtstages von Elisabeth Kraus mit Spenden gefüllt zu werden. Bild: Wieder
Weiden.(wd) Zehn schnelle Kniebeugen? FürElisabeth Krauskein Problem. Sie gerät nicht mal ins Schnaufen, ist topfit, nicht nur körperlich. Und sie beugt vor niemandem das Knie, lässt sich nicht verbiegen. Weidens "Altbürgermeisterin" beobachtet kritisch das politische Geschehen in der Stadt, im Land und im Bund. "Manches tut mir wirklich weh." Sie, die sich immer "der kleinen Leute" und ihrer Anliegen angenommen hatte, hätte viel zu sagen. Aber sie schweigt. "Ich denk' mir meinen Teil."

Das war auch schon 2008 der Fall. Damals hatte sie auf eine erneute Kandidatur für den Stadtrat verzichtet. Und dabei bleibt's bei der einstigen Stimmenkönigin der Weidener CSU, die 23 Jahre dem Stadtrat angehörte und von 2002 bis 2008 als Bürgermeisterin der Stadt viel Anerkennung und Beifall erhielt. "Mir geht es gut. Ich bin sehr zufrieden. So kann es gerne weitergehen. Im Alter muss man mehr auf sich selber aufpassen", meint Elisabeth Kraus, die am Samstag den 80. Geburtstag feiert. Darum hält sie sich "energisch" fit, isst bewusst gesund, bewegt sich, werkelt im großen Garten und besucht jede Veranstaltung ihrer Krumpes-Siedler. "Und das sind eine ganze Menge." Gerne ist sie auch beim Heimatring. "Da kenn' ich fast noch alle." Eng verbunden ist sie natürlich der CSU sowie der KAB und der CSA, die sie selbst 17 Jahre leitete. Das Theaterspielen im Maria-Seltmann-Haus hat sie erst im Januar aufgegeben.

Nicht mehr hudeln

Es hat sich vieles geändert in ihrem Leben. Im Juli 2012 verstarb ihr MannAlois. "Das hat mich wirklich mitgenommen. Er hat über Jahrzehnte für alles gesorgt, wenn ich für die Partei oder die Stadt unterwegs war." Seit sie ihre Ämter abgegeben hat, darf sie Familienmensch sein, sich über die fünf Töchter und deren Familien freuen. Elisabeth Kraus ist mit Hingabe und Leidenschaft Oma (zwölf Enkel) und Uroma (vier Urenkel). "Schon dafür lohnt sich jeder Tag. Sie alle sorgen schon dafür, dass ich nicht einroste."

Doch dabei denkt sich auch an die anderen, an die, denen es nicht so gut geht. Darum bittet die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes zu ihrem Geburtstag nicht um persönliche Geschenke, sondern um Spenden für krebskranke Kinder und den Palliativ-Verein. "Ich habe bereits ein riesiges Sparschwein angeschafft. Bereit sein ist doch alles. Im Alter sollte man nicht mehr hudeln."

In großer Runde wird am Samstag im Postkeller gefeiert. Sie wünscht sich "drei fröhliche Lieder" von ihrem Lieblingschor Chorisma. Dann ist die Bühne frei für Freunde und Wegbegleiter. "Wer was sagen will, soll was sagen. Es wird für uns alle ein schöner Tag."
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