Elisabeth Kraus möchte nirgends woanders leben - Erste Frau als Bürgermeister
Eine waschechte Weidenerin

Am Fuße des Fischerbergs ist sie zu Hause. Elisabeth Kraus war die erste und bisher einzige Bürgermeisterin im Weidener Stadtrat. Ihre Heimatstadt und deren Bürger liebt sie über alles. Bild: ske
. (ske) Für ihr soziales Engagement wird die langjährige Bürgermeisterin und CSU-Stadträtin Elisabeth Kraus bis heute von den Weidenern geschätzt. Noch immer ist sie für viele ein Vorbild. In Weiden-Ost geboren, lebt sie nach wie vor im Grünen am Fuße des Fischerbergs. In unserer Serie "Hier bin ich zu Hause" sprach unsere Mitarbeiterin Susanne Kempf mit Elisabeth Kraus.

Was fällt Ihnen positiv zu unserer Stadt ein?

Kraus : Die Stadt hat sich rasant schnell und prächtig entwickelt. Es entstanden viele Arbeitsplätze, Schulen, Kultur- und Freizeitstätten wurden geschaffen. Besonders schön finde ich die gepflegten Parkanlagen, unsere wunderschöne Altstadt mit den renovierten Giebelhäusern. Aus Altem wurde Neues geschaffen. Ich denke da an den Waldsassener Kasten! Aus dem Gefängnis wurde die Regionalbibliothek. Weiden ist eine sehr lebendige Stadt mit vielen Vereinen, Verbänden und Gemeinschaften. Das sollte unbedingt weiter gepflegt werden.

Ist alles schön oder gibt es auch Negatives zu Weiden anzumerken?

Kraus : Auch wenn für Radfahrer viel gemacht wurde, so ist die Kreuzung am Adolf-Kolping-Platz noch immer sehr gefährlich. Auch ist die derzeitige Parkplatznot in der Innenstadt ein Problem. Der Bahnhof und sein Vorplatz sollten dringend verbessert werden. Schade, dass die Stadt für dringend nötige Erweiterungen keinen Platz mehr hat. Hier hilft nur regionales Denken weiter.

Sie sind in Weiden daheim, sind hier eine glückliche Weidenerin. Was zeichnet den Weidener aus?

Kraus : Der typische Weidner sitzt gern mal im Biergarten oder in der Wirtsstube, klopft einen Schafkopf. Dabei sind übrigens auch Frauen anzutreffen! Hier wird heftig diskutiert über Planungen der Stadt. Andere Bürger interessieren sich für Bücher, Musik und Theater. Die Weidener sind hilfsbereit, fleißig und freundlich. Auswärts drehen wir den Teller um, suchen nach dem Hinweis auf unsere Stadt mit ihrer Porzellanindustrie.

Wie sehen Sie die Region?

Kraus : An den Landkreisbürgern schätzen wir, dass sie ihre Kulturlandschaft und die Dörfer pflegen. In unserer Region können wir noch auf den Märkten und in Dorfläden einkaufen. Das ist ein Vorteil in einer Zeit, wo die Nahrungsmittelproduktionsketten nicht in Ordnung sind. Wir können Vertrauen in unsere heimischen Produkte haben. Und natürlich ist unser Dialekt etwas ganz Besonderes.

Weiden ist Ihre Heimat.

Kraus : Ich möchte nirgends woanders leben! Ich bin eine waschechte Weidenerin. Ich lebe glücklich in meiner wunderbaren Heimatstadt, bin stolz und dankbar, dass ich hier seit fast 80 Jahren leben darf.
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