"Ellys" auf europäischem Parkett
Aus den Schulen

"Wir lernen hier fürs Leben." So begann Claudius Karich, der diesjährige Präsident des Model European Parliaments, seine Rede zur Eröffnung der dreitägigen Veranstaltung in der Abtei Rolduc in Kerkrade in den Niederlanden. Er ist Schüler der Afnorth International School im niederländischen Brunssum, die seit fast 30 Jahren Politiksimulationen für Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa veranstaltet.

Vom Elly-Heuss-Gymnasium nahmen zehn Schülerinnen an dieser Politik-Simulation teil. Insgesamt beteiligten sich rund 250 Schüler aus allen europäischen Staaten. Parlamentssprache war ausschließlich Englisch: Sie diskutierten unter anderem, wie zukünftig mit Minderheiten umgegangen werden soll. Oder, ob es sinnvoll ist, sich für eine europäische Armee stark zu machen?

Katja Schmidt, Schülerin der Q12 des "Elly", übernahm die Aufgabe der Ausschussvorsitzenden. Sie war für Ablauf und Organisation der Ausschussarbeit wie auch des Parlaments zuständig. Mit großer Souveränität und Disziplin führte sie den Schlagabtausch zwischen den Abgeordneten zu einem sinnvollen Gesetzesvorschlag, der im Parlament schließlich mit großer Mehrheit angenommen wurde. Die Anstrengungen zahlten sich ihrer Meinung nach aus: "Für mich sind besonders die Kontakte, die man hier knüpft, sehr wichtig: Ich habe Leute aus ganz Europa kennengelernt."

Sich gegenüber Englisch-Muttersprachlern durchzusetzen und andere von den eigenen Ideen und Vorschlägen zu überzeugen, ist eine ganz besondere Leistung und zeugt von ausgeprägtem Selbstbewusstsein und fachlichen Kompetenzen, so die betreuende Lehrkraft Sabine Hoffmann. "Katja hat das brillant hinbekommen. "Der "Elly"-Förderverein und der Elternbeirat unterstützten die Initiative mit einem Zuschuss.

"Eistag" für Clausnitzer-Schüler

Sportunterricht mal ganz anders: Beim ersten "Eistag" des 1. EV Weiden machten sechs Oberliga-Cracks der Blue Devils 150 Schülern der ersten bis vierten Klasse der Clausnitzer-Schule den Eishockeysport schmackhaft. Goalie Daniel Huber, der den Eistag organisiert hatte, und seine Teamkollegen Ales Jirik, Daniel Willaschek, Nico Ehmann, Philipp Gejerhos und Ludwig Synowiec brachten den Kindern mit kleinen Spielen auf dem Eis der Hans-Schröpf-Arena das Schlittschuhlaufen bei. Für die Anfänger gab es natürlich die helfende Hand der Profis. Neben der sportlichen Betätigung bekamen die Kinder eine professionelle Ausrüstung der Eishockey-Spieler erklärt. Die Eismeister Dirk Salinger und Uwe Schmidt erklärten zudem die Eismaschinen der Arena.

Augustinus: Früh zum Studium

Schüler des Augustinus-Gymnasiums waren einmal mehr überaus erfolgreich in ihrem Frühstudium an der Universität Bayreuth. So haben Felix Sommer, Johannes Stahl und Maximilian Schultz die Physik-Lehrveranstaltung Experimentalphysik II (Elektrizität und Magnetismus) mit Klausur erfolgreich bestanden. Tabea Kett, Jonas Enders, Simon Regn und Hannes Pillny haben die Informatik-Vorlesung Betriebssysteme im 3. Semester ebenfalls mit bestandener Klausur erfolgreich abgeschlossen. In diesem Zusammenhang geht ein besonderer Dank der Schule an die Dozenten Prof. Dr. Werner Köhler und Prof. Dr. Henrich und an deren Mitarbeiter für die gute Betreuung.

Im laufenden Wintersemester nehmen Schüler an Vorlesungen zur Experimentalphysik (Mechanik) und zur Einführung in die Theoretische Physik teil. Die erworbenen Scheine wurden am Gymnasium durch den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in der Oberpfalz, Paul Lippert überreicht, der die Leistungen der Schüler lobte.

Lesung mit Friedrich Brandl

Eine Deutsch- und Geschichtsstunde der besonderen Art erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen BF 10 b und BF 10 c der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule mit ihren Deutschlehrern Annika Lotter und Mio Pönisch. Der Amberger Schriftsteller Friedrich Brandl stellte Ausschnitte aus einigen seiner Werke vor. Der gebürtige Amberger studierte nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann in Regensburg und arbeitete als Lehrer an Mittelschulen. Seit 1983 schreibt er Lyrik und Prosa. 2013 erhielt er den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz im Bereich Literatur, 2014 gewann er den Brückenbauer-Preis des Centrums Bavaria Bohemia.

Im Zentrum der Lesung standen die fünfzehn autobiografischen Erzählungen aus dem Band "Glock 'n' Roll", in denen er anschaulich vom Lebensgefühl im Amberg in der Zeit von 1959 bis 1965 erzählt. Dabei habe die Zahl 15 für ihn eine besondere Bedeutung: "Mit 15 hab' ich die Schule geschmissen, mit 15 hab' ich Gitarre gelernt, mit 15 war ich zum ersten Mal verliebt", verriet er. Auch, wie es zu ersten Küssen unter der großen Kastanie kam, konnten die Zuhörer erfahren.

Brandl erzählte aber ebenso von der Zeit, als die Gräueltaten der Nazis noch verschwiegen wurden und Ingmar Bergmanns Film "Das Schweigen" für einen Skandal in Amberg sorgte. Den gewaltfreien Widerstand gegen die geplante WAA in den 80er Jahren thematisierte der Verfasser von "Wieder am Bauzaun. Eine Geschichte von Tränengas und Zärtlichkeit" ebenfalls. Als Brandl dann von der Gründung der Skiffleband "Lonely Hot Boys" berichtete, Waschbrett und Gitarre auspackte, vom selbst gebastelten "Schlauchofon" erzählte und mit "Down by the Riverside" losrockte, gab es Szenenapplaus.

Bereitwillig beantwortete der Autor auch die Fragen seiner Zuhörer. So erfuhren sie, dass er zur Vorbereitung von "Glock 'n' Roll" 30 Interviews geführt und Zeitungsarchive durchforstet hat. Auch über die Arbeit eines Lektors und das Verlagsgeschäft erhielten die Schüler Informationen. Die Lesung wurde vom Friedrich-Bödecker-Kreis finanziell gefördert, so dass die Schüler nur einen geringen Eigenbeitrag leisten mussten.
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