Ende nach 42 Jahren

Mehr als vier Jahrzehnte führte Hans Schönberger (Vierter von rechts) die Jagdgenossenschaft Muglhof. Nun gab er sein Amt ab. Neuer Jagdvorsteher ist Franz Voith (Dritter von links). Zur Wahl gratulierte ihm nicht zuletzt Pächter Sebastian Vogel (Zweiter von links). Neuer Stellvertreter ist Franz Linder (rechts). Bild: ror

Da darf man wohl wirklich vom Ende einer Ära sprechen: Nach 42 Jahren gab Johann Schönberger, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Muglhof, sein Amt ab. Sein Nachfolger ist ein Altbekannter.

Franz Voith ist neuer Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Muglhof. Der bisherige Stellvertreter übernahm die Führung vom langjährigen Vorsitzenden Johann Schönberger. Für Voith votierten 34 der 40 stimmberechtigten Anwesenden. Sie wiesen auch die erforderliche Flächenmehrheit auf.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht lobte Schönberger das gute Auskommen mit Jagdpächter Sebastian Vogel, der zusammen mit seinen Jagdbegehern die beiden Jagdbögen bestens betreue. Dieser freute sich vor allem auch darüber, dass sein Vorgänger im Jagdbogen I, Dr. Klaus Baierl, ihm noch tatkräftig unter die Arme greift. Jagdlich liege man beim Abschussplan im Soll.

So wurde, im Gegensatz zu den Vorjahren, mit 19 erlegten Wildsauen heuer ein neuer Rekord aufgestellt. Hinzu kamen zwei Füchse. Die Probleme der Wildschäden durch die Schwarzkittel würden dennoch nicht weniger. Die Sauen seien zwischenzeitlich in allen Regionen anzutreffen. Vornehmlich richteten sie Schäden in Maisfeldern und Wiesen an. Man sei stets bemüht, diese zu beheben. Doch alleine könne er dies nicht mehr schaffen, so Vogel. Nur ein Miteinander bringe Erfolg. Daher galt sein besonderer Dank den Landwirten für deren Mithilfe bei der Behebung der Schäden. Ein Landwirt machte einen Wildschaden bei der Unteren Jagdbehörde geltend. Dieser wurde dann durch eine Gütevereinbarung finanziell reguliert.

Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres erläuterte Kassenführer Hermann Hilburger. Die Anwesenden beschlossen, den Reinertrag wieder auszubezahlen. Das Plenum wählte bei den anstehenden Neuwahlen, die Amtsrat Reinhold Gailer leitete, noch Franz Lindner zum stellvertretenden Jagdvorsteher sowie die bisherigen Beiräte Hermann Hilburger und Robert Ronke. Hilburger obliegt dabei die Kassenführung, Ronke nimmt die Aufgabe als Schriftführer war.

Zudem ließ Ronke nochmals die über 40-jährige Tätigkeit von Schönberger Revue passieren. Dieser wurde 1973 erstmals ins Amt gewählt. Die erste große Aufgabe war die Neuvergabe der beiden Jagdbögen - in Form einer Versteigerung im "Postkellersaal" im Februar 1976. Die Neuvergaben vor drei Jahren und im letzten Jahr runden seine Amtszeit ab.

Mit der unteren Jagdbehörde hatte er stets ein gutes Einvernehmen. Dafür bedankte sich Schönberger ganz besonders. Sein größter Dank galt jedoch den Jagdgenossen für das gute Auskommen in all den Jahren. Zum Abschied gab es für den Scheidenden einen Essensgutschein und das "Muglhofer Löschwasser".
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