Entwurf zur Reform des Abfallrechts erntet Kopfschütteln
Müll vermessen

Brauchen wir bald ein Handbuch zur Mülltrennung? Ein Gesetzentwurf sorgt für Verwirrung. "Wenn das so kommt, müssen wir zukünftig unseren Müll mit Zollstock und Küchenwaage trennen", sagt Thomas Knoll, Direktor des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf. "Identische Materialien müssen einmal in den Restmüll, einmal in den gelben Sack", sagt er. "Nur 20 Prozent des Materials im gelben Sack wird überhaupt wiederverwertet", meint er. "Der Rest wird verbrannt." Müllverbrennung sei aber nicht automatisch schlecht. So wie Recycling derzeit betrieben werde, sei es teuer und unökologisch. Gemeinsam mit Knoll wollen der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling und Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (beide CSU) eine Resolution einbringen. "Was jetzt geplant ist, taugt jedenfalls nichts", meint Rupprecht. "Im schlimmsten Fall werden dann die Müllgebühren steigen und das bekommen dann die Kommunalpolitiker ab", ergänzt Ebeling.
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