Erfolg auf dem Stundenplan

Wer in der Nordoberpfalz eine Unternehmensnachfolge oder eine Existenzgründung plant, darf auf eine Menge Unterstützer zählen. Ein besonderes Angebot stellten die Partner und Unterstützer der "Unternehmer-Schule" vor, darunter Laura Hlawatsch von der Hans-Lindner-Stiftung (vorne, von rechts), Oberbürgermeister Kurt Seggewiß sowie Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert und sein Neustädter Kollege Andreas Meier. Bild: fku

Eine gute Geschäftsidee allein reicht oft nicht. Für den Erfolg einer Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge sind Vorbereitung und Planung ebenso wichtig. Und beides lässt sich lernen: bei der "Unternehmer-Schule", die ab März in Weiden startet.

Von der Garagenfirma zum Global Player. Solche Tellerwäscher-Geschichten von Unternehmen, die klein anfingen und letztlich weltweit Erfolg hatten, gibt es längst nicht nur aus den USA. Sondern mitunter auch direkt vor der Haustür. ATU oder Hör seien solche Beispiele, sagt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Und er hätte nichts dagegen, wenn noch weitere Kapitel folgen.

Sechs Seminare

Hilfe dabei gäbe es: Um Gründern, aber auch Betriebsnachfolgern das nötige Rüstzeug zu vermitteln, startet im März die "Unternehmer-Schule Nordoberpfalz". An sechs Seminarabenden in der Max-Reger-Halle vermitteln ehrenamtliche Referenten, die teils selbst Gründer sind, kostenlos Grundwissen in den verschiedensten Bereichen (siehe Kasten). Auch die Möglichkeit, Netzwerke zu knüpfen, soll das Angebot mit sich bringen.

Hinter der Schule steht die niederbayerische Hans-Lindner-Stiftung, die sich unter anderem die Förderung von Existenzgründungen auf die Fahne geschrieben hat. Unterstützung gibt's aber auch von den Kammern, zahlreichen Netzwerkpartnern wie den Sparkassen und der Volksbank. Und von der Stadt sowie den Kreisen Neustadt und Tirschenreuth, deren Landräte zusammen mit Seggewiß das Angebot bei einem Pressegespräch vorstellten.

Tatsächlich scheint ein bisschen Werbung nötig. So blieb die Teilnahme an der Schule, die seit 2002 durch die Regionen Ostbayerns tourt, bei ihren bislang vier Stationen in der Nordoberpfalz etwas unter dem Durchschnitt. Außerdem bremst kurioserweise eine positive Entwicklung das Interesse: Wenn es, wie jetzt, am Arbeitsmarkt momentan gut läuft, kommen nach Erfahrungen der IHK tendenziell weniger Menschen auf die Idee, sich selbst eine Existenz aufzubauen. Manchmal macht eben erst Not gründerisch.

Positive Rückmeldungen

Trotzdem: Diejenigen, die bislang kamen, waren mit der Schule zufrieden. Das hätten jedenfalls Nachbefragungen gezeigt, sagt Laura Hlawatsch, bei der Stiftung zuständig für Weiterbildung. Ihr zufolge waren unter den Teilnehmern längst nicht nur Menschen, die planen, ein Unternehmen zu gründen. Genauso waren darunter auch Unternehmensnachfolger oder Personen, die schon vor Jahren gegründet haben und dazulernen wollten. Zehn Teilnehmer haben sich bislang für die neue Seminarrunde angemeldet. 22 Teilnehmer zählte die Schule laut Hlawatsch, als sie zuletzt vor zwei Jahren in der Nordoberpfalz angeboten wurde. Fünf von ihnen antworteten auf eine Nachbefragung der Stiftung. Drei davon sind inzwischen im Vollerwerb selbstständig und haben drei weitere Arbeitsplätze geschaffen. Global Player ist damit noch keiner. In der Garage aber auch nicht mehr.
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