Erfolgreicher erster Eingriff dieser Art am Klinikum
Jetzt klappt's mit dem "Mitralclip"

Hier setzten Prof. Dr. Robert Schwinger und sein Team im Hybrid-OP dem ersten Patienten am Weidener Klinikum einen "Mitralclip" ein. Bilder: hfz (2)
Sie zählt zu den häufigsten Herzfehlern überhaupt: die Undichtigkeit der Mitralklappe. Erstmals konnte sie nun mit Hilfe eines Herzkatheters im Klinikum Weiden erfolgreich behandelt werden. Drei Patienten profitierten davon.

Erkrankungen der Herzklappe führen häufig zu einer sogenannten Herzschwäche und damit zu einer eingeschränkten körperlichen Belastungsfähigkeit. Obendrein kommt es zu einer verminderten Langzeitprognose bei Patienten. Zu den häufigsten Herzfehlern gehört die Verengung der Aortenklappe sowie die bereits erwähnte Undichtigkeit der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz). Beide Herzklappenfehler können bei den meisten Patienten gut operiert werden. Allerdings steigt bei voroperierten Patienten oder bei Patienten mit zahlreichen Zusatzerkrankungen das operative Risiko so stark an, dass diesen Patienten nur durch eine kathetergestützte Therapie geholfen werden kann. Erstmals kann eine solche auch am Klinikum in Weiden erfolgen.

In enger Abstimmung mit den Herzchirurgen der Ludwig-Maximillians-Universität am Klinikum Großhadern um Direktor Prof. Dr. Christian Hagl sowie mit Unterstützung der universitären Kardiologie am Klinikum Großhadern (Direktor Prof. Dr. Steffen Marsberg) führte Chefarzt und Professor Dr. Robert Schwinger mit seinem Team erstmals im Klinikum Weiden bei drei Patienten die Behandlung der sogenannten "Mitralklappeninsuffizienz" mithilfe einer kathetergestützten Einführung - eines sogenannten "Mitralclips" - durch.

Hierbei wurde im neu eingerichteten Hybrid-OP unter Reinraumbedingungen und unter permanenter echokardiographischer Kontrolle sowie mit der Möglichkeit, gleichzeitig ein röntgengestütztes Bild des Herzens aufzuzeichnen, über eine große Vene im Bereich der Leiste das linke Herz sondiert und kathetergestützt ein sogenannter Fangclip eingeführt. Er hält beide Enden der Mitralklappe zusammen und vermindert somit sofort die Undichtigkeit.
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