Erinnerung kann wieder wachsen

Vor 25 Jahren pflanzte der evangelische Bischof Janadabing aus Neu-Guinea beim Gedenkstein des Missionars Johann Flierl einen Vogelbeerbaum. Dieser kränkelte seit einiger Zeit, ein Blitzschlag gab ihm den Rest.

Nun pflanzte die Gemeinde Birgland einen jungen Baum gleicher Art, um die Erinnerung an den 104. Jahrestag der Landung des Missionars im fernen Land zu bewahren.

Gedenkstein am Geburtshaus

Der Gedenkstein beim Geburtshaus von Johann Flierl ist immer wieder Anlaufstelle für evangelische Christen. Erste im Sommer war eine Abordnung aus Papua-Neuguinea hier und feierte ein ergreifendes Wiedersehen bei den Wurzeln ihres Patrons. Dazu gehörte auch der Vogelbeerbaum, der stark gezeichnet war. Vom Kirchenvorstand machte Mesnerin Gerda Stollner nun den Vorschlag zum Ersatz. Bei Bürgermeisterin Brigitte Bachmann fand sie ein offenes Ohr und bei der Familie Richard und Rita Kölbel aus Eckeltshof die Zusage für den Kauf. So kam jetzt ein neuer Vogelbeerbaum zum Bauhof und wurde an alter Stelle eingesetzt. Dabei halfen die Gäste der Bürgermeisterin tatkräftig mit.

Symbol der Hoffnung

Fürnrieds Pfarrer Andreas Utzat wies auf die Symbolik der Hoffnung im Wachsen und Früchtebringen hin. Dies untermauerte Bürgermeisterin Brigitte Bachmann als Fingerzeig zur Erinnerung an Johann Flierl. Stolz vermerkte sie, dass bei der ausgesuchten Art die Früchte nicht nur für die Vögel, sondern auch die Menschen genießbar sind. Zudem gewinnt dadurch das Birgland an Bekanntheit im evangelischen Kirchenleben.

Dekan Karlhermann Schötz lobte die gute Idee, dem damals gesetzten Zeichen der Verbundenheit mit dem fernen Land eine neue Zukunft zu geben. Auch die Bewahrung kleiner Schätze sei wichtig. So ist jedermann zuversichtlich, dass der Baum gut wurzelt und anwächst. Die Pflege liegt, wie auch bei der Rabatte vor dem Gedenkstein, bei den Grundstücksbesitzern Georg und Anneliese Hufnagel.
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