Ermittlungen nach Raubüberfall am Hammerweg - Herkulesarbeit für Spurensicherung
Voller Einsatz für Aufklärung

(ca) Die drei Geschädigten des brutalen Raubüberfalls am Hammerweg in Weiden befinden sich nach wie vor in stationärer Behandlung. Die Motivation der Polizei sei "sehr hoch", dieses Verbrechen zügig aufzuklären, betonte am Montag Polizeisprecher Albert Brück. Selbst altgediente Kollegen seien "nachhaltig erschüttert über dieses brutale Vorgehen gegenüber Senioren".

Die Fahndung nach den drei Tätern laufe auf Hochtouren, so Brück. "Nach den bisherigen Erkenntnissen könnten die Männer aus dem osteuropäischen Raum stammen." Sie hatten in der Zeit von Donnerstag, 17. September, 20.15 Uhr, bis Freitag, 0.45 Uhr, die drei Bewohner des Hauses bedroht, körperlich misshandelt und gefesselt. Bei der Familie handelte es sich um ein Ehepaar (68 und 71) und die Mutter (89) der Frau.

Die Ermittlungsgruppe "Siedlung" habe über das Wochenende mit hohem Personaleinsatz von über 20 Mann gearbeitet, so Brück. Über 20 Hinweise aus der Bevölkerung gingen ein, die bewertet und nach Priorität abgearbeitet wurden.

3-D-Scanner im Einsatz

Ein Schwerpunkt war die Spurensicherung, die noch nicht abgeschlossen ist. Die drei Täter hatten auf der Suche nach Beute das ganze Haus durchsucht. Entsprechend aufwändig ist die Sicherung von möglichen Beweisen. Unter Federführung der Kripo Weiden sicherten Spezialisten aus Weiden, Amberg und Regensburg die Spuren am Tatort.

Unterstützung erfuhren die Weidener durch das Landeskriminalamt. Mit Hilfe eines 3-D-Scanners "konservierten" die Beamten den Zustand der Wohnung, wie er sich für die Ermittler nach der Tat zeigte. "Dies dient insbesondere dazu, Geschehensabläufe auch später noch, beispielsweise in der juristischen Aufarbeitung, nachvollziehbar machen zu können", erklärt Brück.

Die Täter können von den Geschädigten nur vage beschrieben werden: einer auffallend groß (1,90) und sehr schlank, ein zweiter kleiner (1,70 bis 1,75) und korpulent. Im Tatortumfeld war am Mittwochvormittag, 16. September, ein dunkler 5er BMW mit ausländischer Zulassung aufgefallen. Hinweise an die Kripo, 0961/401-290, oder jede andere Dienststelle.
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