Es fehlt am Drumherum
Angemerkt

Nein, nicht alles ist toll. So schwärmt der neue Chef der Max-Reger-Halle zwar von Ambiente und Akustik der Halle. Er lobt sein Team und freut sich ob der bereits erfolgreichen Veranstaltungen mit bundesweitem Aufsehen wie die Brenner-Fotomesse. Doch es müsse mehr gehen. Entsprechend viel gebe es zu tun - vor allem von anderen.

Zuvorderst seien die Hoteliers in Weiden gefordert. Sie müssten expandieren, mehr Betten bieten. Nur so könnte der Hallenchef seine Kontakte nutzen und große mehrtägige Messen und Kongresse in die Stadt holen.

Ausbaubar seien auch die Angebote für Touristen, meint der Hallenchef. Ein buchbares Feierabendprogramm für Kongressgäste wäre nett.

Anmaßend mag manch einer diese Anregungen empfinden. Aber sie klingen logisch, erscheinen als Puzzle in einem Gesamtkonzept, von dem am Ende alle - Halle, Stadt und Hoteliers - profitieren könnten. Doch zuerst muss Geld in die Hand genommen werden. Ohne Garantie auf Rendite. Aber vielleicht verhält es sich bei der Auslastung eines neuen Hotels ähnlich wie mit sämtlichen Kinderkrippen der Stadt: Keiner wollte sich hier im Vorfeld einbuchen. Doch nach der Eröffnung war ruckzuck jeder Platz besetzt. Bei den Hotels würde schon jeder zweite reichen.



Hintergrund Tschetschenen: Deal geplatzt

Weiden. (ca) Wider Erwarten hat keiner der fünf tschetschenischen Angeklagten im Prozess wegen Schleusung das Angebot des Landgerichts angenommen. Präsident Walter Leupold hatte letzte Woche nach einem Verständigungsgespräch "Hausnummern" für Haftstrafen genannt, die im Falle eines Geständnisses möglich wären. Drei bis fünf Jahre standen im Raum - ein Drittel weniger als zu erwarten, aber offenbar noch immer zu viel in den Augen der 28- bis 49-Jährigen und ihrer zwölf Verteidiger. Das Gericht setzte die Verlesung der Telefonprotokolle fort. Leupold teilte mit, dass im Juni polnische Richter in Warschau vier Zeugen ("Taxi-Fahrer") vernehmen.

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