"Es ist Zeit für ein neues Gewerbegebiet"
Briefe an die Redaktion

Zum Thema Gewerbegebiet West IV meldet sich der frühere Wirtschaftsförderer der Stadt zu Wort:

Warum braucht Weiden ein neues "Gewerbegebiet"? Die Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten hat in den letzten Jahrzehnten zur positiven Entwicklung von Weiden beigetragen. Auf rund 250 Hektar wurden in 10 Industrie- und Gewerbegebieten über 8000 Arbeitsplätze für Industrie und Dienstleistung errichtet. Es war ein schwergewichtiger Baustein für die Einstufung Weidens als "Oberzentrum" nach dem Landesentwicklungsplan.

Auch in Zukunft wird der Industrie- und Dienstleistungsstandort Weiden nur durch sofort verfügbare und bebaubare Flächen für Nachfrager interessant. Die noch verfügbaren, freien Flächen in Weiden-West III, westlich der Neustädter Straße (neuer Festplatz) und an der Leimberger Straße finden aus verschiedenen Gründen, wobei die gewünschte Fläche eine große Rolle spielt, nicht die Zustimmung der Interessenten. Es ist deshalb an der Zeit, ein neues Gebiet zu planen, zu erschließen und zu bebauen.

Ohne "Wenn und Aber"? Nein. Die gesetzlichen Vorgaben sind beim Gewerbegebiet West IV einzuhalten und die bereits vorliegenden bzw. noch einzuholenden Gutachten in die Pläne einzuarbeiten.

Auf dem Stimmzettel für den Bürgerentscheid wird um Zustimmung für die Verwirklichung des neuen Gewerbegebietes geworben. Warum wird der Entscheid auf ein "Gewerbegebiet" begrenzt? Im Flächennutzungsplan können Wohnbauflächen, gemischte Bauflächen, Sonderbauflächen und gewerbliche Bauflächen ausgewiesen werden. Im Bebauungsplan nach der Baunutzungsverordnung dann Flächen für Industrie und Gewerbe. Warum wird in der Baunutzungsverordnung unterschieden? Weil die Auswirkungen auf die Umwelt verschieden sind und deshalb unterschiedlich behandelt werden müssen. Warum heißt es im Bürgerentscheid also nicht "Industrie- und Gewerbegebiet"? Anscheinend soll nur "Gewerbe" und keine Industrie angesiedelt werden. Gehen Sie trotzdem zur Wahl und zeigen Sie so ihr Demokratieverständnis.

Joachim StrehlWeiden

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