"Es läuft sehr gut"

Andere Städte, andere Sichtweisen: Tirschenreuth ist seit drei Jahren bei Facebook. Anfangs gab es ein paar Diskussionen, jetzt sei der Auftritt unumstritten, sagt Stadtsprecher Peter Geyer. Denn "es läuft sehr gut". Ziel sei, "an die jungen Leute ranzukommen" - und das gelinge oft nur über soziale Medien. Vorteil auch: Es kämen Rückmeldungen.

Als die Stadt etwa einen Skatepark plante, gingen dazu übers Netz Vorschläge ein. Kein Thema dagegen seien problematische Kommentare, die gebe es im Grunde nicht. Die Betreuung des Auftritts übernimmt eine externe Agentur. Das koste geschätzt 4000 Euro im Jahr, so Geyer. Weil damit auch jüngere Bürger erreicht würden, sei das Geld gut investiert.

Einen anderen Weg geht die - viel größere - Regensburger Verwaltung. Dort kümmert sich eine interne Online-Redaktion mit einer Teilzeit- und zwei Vollzeitkräften um die vielen Netzauftritte der Stadt, wobei die drei daneben noch andere Aufgaben haben. Trotzdem binde das natürlich Arbeitskraft. "Facebook geht nicht so nebenbei", erläutert Sprecherin Juliane von Roenne-Styra. Sieben Tage die Woche seien die drei aber nicht im Einsatz. Auch wenn es vorkomme, dass sie privat am Wochenende Kommentare lesen und notfalls eingreifen. Aber, so häufig sei das nicht nötig. Ohnehin gebe es viele Vorteile: Nur übers Netz lassen sich laut von Roenne-Styra bestimmte Zielgruppen erreichen. Hier gibt es wertvolle Diskussionen und Anregungen. Umgekehrt sei der Stadt natürlich auch die Datenschutzproblematik bewusst. Letztlich sei es aber eine Abwägung. Und die ergebe: Beim Einsatz sozialer Medien überwiegen die Chancen.
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