"Es war wunderbar"

Dicht an dicht zogen die Besucher am Sonntagnachmittag über den Unteren Markt. Das Wetter war ideal für einen Festbesuch. Bild: Wilck

Das Wetter war ideal. Es gab keine nennenswerten Zwischenfälle auf dem Bürgerfest, abgesehen von zwei Fehlalarmen fürs BRK. "Alles blieb friedlich", freut sich Eventmanagerin Gertrud Wittmann. Ihre Bilanz deshalb: "Es war wunderbar."

Weiden. (ps) Doch halt: Ganz ohne Schläge ging es beim Bürgerfest 2015 doch nicht ab, meldet Polizeipressesprecher Günther Burkhard. Ein etwa 25-Jähriger geriet gegen 23 Uhr mit einem 49-Jährigen in Streit, versetzte ihm und dessen Bruder mehrere Schläge und flüchtete. Die Brüder wurden leicht verletzt. Der Unbekannte wird gesucht. Alles in allem aber doch eine relativ positive Bilanz angesichts eines Bürgerfests, das Tausende von Besuchern anlockte.

Damit waren es nicht nur wesentlich mehr Besucher als beim verregneten Bürgerfest 2014. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen machten Wirte und Brauereien natürlich auch einen deutlich besseren Umsatz als im vergangenen Jahr. 13 Hektoliter Bier verkaufte allein die Brauerei Gambrinus am Sonntag, 2014 waren es 8 Hektoliter. Beim Radler gab es einen kleinen Rückgang von 8 auf 7 Hektoliter, und der Absatz von Limonade stieg von 2 auf 5 Hektoliter.

Nicht ganz zufrieden mit dem Absatz waren zum Bedauern von Gertrud Wittmann die Verantwortlichen der SpVgg SV Weiden, die gemeinsam mit den Winzern aus Weiden am See den Weinverkauf vor dem Alten Rathaus betrieben. "Sie hätten sich mehr erhofft und glauben, dass am Unteren Markt ein wein-freudigeres Publikum sitzt", berichtet die Eventmanagerin. Ob der Weinstand deshalb im nächsten Jahr wieder an die Rückseite des Alten Rathauses verlegt wird, kann sie noch nicht sagen. Sie verspricht aber: "Wir werden uns zusammensetzen und in aller Ruhe darüber reden. Schließlich wollen wir, dass alle zufrieden sind."

Ob das jemals möglich ist, erscheint allerdings zweifelhaft. Immer wieder tauchen Gerüchte über horrende Gebühren auf und Wirte, die deshalb abspringen. Gertrud Wittmann hält dagegen: "Die meisten Wirte am Unteren Markt zahlen nicht mehr als 800 Euro Gebühren, kleine Cafés sogar nur 350 Euro. Nur wenn jemand besonders viele Stände hat, zahlt er natürlich mehr." Auch wenn einige schimpfen würden, sei die große Mehrheit der Gastronomen jedes Jahr wieder dabei. Das Geschäft dürfte sich also lohnen. Bei Vereinen gilt: Wer Einnahmen erzielt, muss etwas an die Stadt abgeben. Wer ausschließlich für Unterhaltung sorgt, ist kostenfrei dabei.

So oder so: Die Besucher kamen heuer auf jeden Fall auf ihre Kosten.
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