Ethiktag am Klinikum widmet sich Fragen zu Christentum, Judentum und Islam
Pflegen im Spiegel der Religionen

Deutschland wird vielfältiger: Neben Christen und Juden leben hierzulande mehr und mehr Muslime. Diese Heterogenität hat auch Auswirkungen auf die Bereiche Gesundheitsversorgung, Pflege und Sterben. Deshalb widmet sich der Ethiktag des Klinikums am Mittwoch, 28. Oktober, ab 17 Uhr in der Cafeteria (Am Schwesternwohnheim) Fragen der Religionen.

Fragen, die stets wichtig sind. "Nur wenn Ärzte und Pflegende religiöse Hintergründe eines Patienten und die damit verbundenen Notwendigkeiten kennen, können sie sich den Patienten in der angemessenen Form widmen. Wissen vermeidet Missverständnisse und Probleme", erklärt der Vorsitzende des Klinischen Ethikkomitees (KEK) der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Manfred Hausel. Der vom KEK organisierte 5. Ethiktag hat deshalb Referenten aus allen drei Religionen und aus der Pflege geladen. Die Veranstaltung ist betitelt mit: "Altern, Pflegen und Sterben im Spiegel der Religionen Christentum - Islam - Judentum".

Für das Christentum spricht Diakon, Diözesanbeauftragter und Notfallseelsorger Reiner Fleischmann. Die Regeln des Islam stellt der stellvertretende Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Union, Aykan Inan, vor. Josef Chaim Bloch, Rabbiner von Regensburg und Mitglied der orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland, gibt Einblick in die religiösen Gesetze des Judentums. Norbert Matscheko, Akademiedirektor der Bayerischen Pflegeakademie, geht auf die Problematik im Hinblick auf die Pflegetätigkeit ein.

Stellvertretend für die KEK-Mitglieder haben Dr. Hausel (Unfallchirurg und ehemaliger Ärztlicher Direktor), Susanne Kempf (PR-Beraterin und Journalistin), Andreas Faltlhauser (Intensivmediziner am Klinikum Weiden), Klinikseelsorger Helmut Brandl und Dr. med. Bernd Dineiger (Chefarzt am Klinikum Weiden) einen thematischen Spannungsbogen vorbereitet. Mitveranstalter sind das Maria-Seltmann-Haus, die Volkshochschule, die OTH, die Kliniken Nordoberpfalz AG und der Ärztliche Kreisverband. Eingeladen zur kostenlosen Veranstaltung sind Ärzte, Pflegepersonal, Religionsgemeinschaften und die Öffentlichkeit. Schirmherr ist OB Kurt Seggewiß.
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