Evangelist Lutz Scheufler zeigt Wege, sich selbst mehr zu schätzen - mit Hilfe von Gott
"Du bist einmalig und wertvoll"

Lutz Scheufler bei seinem Vortrag in der "Villa". Bild: uz
"Wenn du enttäuscht werden willst, dann musst du dich an andere Menschen wenden." Das empfahl Lutz Scheufler am Dienstagabend seinen zahlreichen Zuhörern in der "Villa". Der fünffache Vater ist Evangelist, also Verbreiter des Evangeliums, und Musiker. In Weiden referierte er über das Thema "Lebenswert - es muss mehr Leben ins Leben". Sein Rat: Wer Enttäuschung vermeiden wolle, der müsse auf Jesus vertrauen.

Nicht alles richtig machen

An Pedanten und Denunzianten gerichtet: "Man kann durch alles richtigmachen wollen viel kaputt machen." Eine Einschätzung, die er an selbsterlebten Fallbeispielen in der ehemaligen DDR festmachte. Deshalb sei es wichtig, sich auf die Dinge einzulassen. "Und wenn wir sie nicht richtig machen, was soll's. Dann wollen wir um Vergebung bitten."

Die Botschaft war, dass in jedem Menschen Gott wohne. Und, dass es keine hilflosen Fälle gebe. Einstellungen wie "Ich bin nix, ich kann nix, ich war als Kind schon Scheiße", lasse er nicht gelten. Solche Selbsteinschätzungen würden den Menschen in die Wiege gelegt. "Kinder glauben in der Regel ihren Eltern. Und wenn die sagen, aus dir wird nichts, dann wird auch nichts aus dir."

Aber keiner sei vor Gott ein Niemand. Und kein Mensch gleiche dem anderen. Die oft von Vorgesetzten gegen Arbeitnehmer eingesetzte Formel, jeder sei ersetzbar, sei eine Fehleinschätzung. "Niemand kann eine Arbeit so erledigen, wie du sie machst, niemand kann so lieben, wie du liebst. Du bist einmalig, du bist wertvoll." Resignation sei das größte Unglück. "Wem alle irdischen Türen zugeschlagen werden, der kann an der himmlischen anklopfen."

Jüngst hätten Atheisten mit dem Slogan geworben: "Wahrscheinlich gibt es keinen Gott." Allein dieses wahrscheinlich sei in sich nicht schlüssig. "Die sind sich selber nicht sicher, ob es Gott gibt." Deshalb seine Botschaft: Wer ohne Gott lebe, verliere den Blick zum Himmel.

Und dies sei ein sehr beunruhigendes Zeichen. "Wer keine Jenseitsperspektive hat, der muss aus diesem irdischen Leben herausholen, was herauszuholen ist." Wo dies hinführe, sei ja hinlänglich bekannt. Gott sei keine Erfindung der Menschen, sei kein "Hirngespinst".

"Denn hätte man ihn erfunden, hätte man keinen unbegreifbaren Gott erfunden." Alle von Menschen erdachten Götter seien begreifbar. Wer also annehme, dass der Urknall und die Folgen daraus ein Zufall gewesen seien, brauche natürlich keinen großen Glauben mehr. Sollte aber auch folgern, dass es möglich sein müsse, durch Explosion auf einem Schrottplatz nagelneue BMW-Limousinen zu erschaffen.

Weitere Auftritte

Es gehöre zum Wesen Gottes, dass kein Mensch erklären könne, wo Gott herkomme. "Könnte er das, wäre der Mensch ja Gottes Herr und Schöpfer." Warum es Leid, Krankheiten, Schuld und Tod gebe, seien die brennendsten Fragen der Menschen. "Wenn die Kirche darauf keine Antwort gibt, wird diese Kirche zusammenbrechen."

Ein weiteres Thema war die Depression, die Scheufler als "innere Verkrümmung" bezeichnete. Faulheit sei das nicht. Auch keine Schwäche, mangelnde Selbstbeherrschung oder gar Sünde. "Die Depression ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn." Weitere Vorträge mit Lutz Scheufler in der "Villa" gibt es am Donnerstag, 16., und Freitag, 17. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr.
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