Exkursion im Raum Witzlricht zu vergessenen Orten
Mysteriöse Steinwälle

Die Exkursion zu vergessenen Orten führte auch zu den "Wächtern vom Brand": Steine, die vor langer Zeit von Menschenhand aufgerichtet wurden. Bild: gri
Die Resonanz war enorm: Mit rund 50 heimatkundlich interessierten Wanderern machte sich der Heimat- und Kulturverein Freudenberg auf in den Wald nach Witzlricht. Dort, unweit der beiden Windräder, befindet sich auf einem Bergsporn die Wüstung Wetterdorf; mehrere, bis zu 40 Meter lange Steinwälle zeugen von ihr.

Menschen haben diese Wälle vor langer Zeit angelegt. Wozu, das weiß bis heute niemand. Das Landesamt für Denkmalpflege hat die Wüstung unter Schutz gestellt. Eigenmächtiges Graben ist dort streng verboten, eine wissenschaftliche Analyse steht noch aus. Die Wüstung reiht sich ein in eine ganze Kette von vorgeschichtlichen Siedlungen und Kultplätzen im Naabgebirge - dem Gebiet zwischen Rotbühl, Buchberg, Friedrichsberg und Johannisberg.

Um Wetterdorf und andere vergessenen Orte ging es auch bei einer Bilderschau. Im voll besetzten Gasthaus Haas in Schleißdorf zeigte Kulturvereins-Vorsitzender Uli Piehler Aufnahmen von Steinkreisen, aufgelassenen Ortsfluren und Altstraßen. Der Kulturverein will das Thema weiter bearbeiten. Dabei geht es um die Route der sagenumwobenen Bernsteinstraße. Der uralte Handelsweg soll von Etsdorf über Hainstetten nach Schnaittenbach geführt haben. Brotzeit, Musik und Gesang rundeten die Exkursion ab.
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