Experte erläuterte beim VdK Details zum Thema Schwerbehinderung
Erst nach dem Notgroschen

Wolfgang Hahn (links), pensionierter Schuldenberater der Stadt Amberg, sprach beim VdK. Bild: söh
(söh) Wo gibt es Anträge, um eine Schwerbehinderung anzuzeigen? Wie füllt man einen Antrag aus und wo reicht man ihn ein? Darüber informierte der pensionierte Schuldenberater der Stadt Amberg, Wolfgang Hahn, beim VdK-Nachmittag des Ortsvereins Fürnried.

Vorsitzender Hans Maul aus Hofstetten begrüßte dazu unter zahlreichen Zuhörern auch die Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann im Gasthaus Laurer in Fürnried.

Ein Antrag auf Behinderung sei ein Rechtsanspruch, so Hahn, und erläuterte Details dazu. Die Bürgermeisterin fügte hinzu, dass auch die Verwaltungsgemeinde beim Ausfüllen des Antrags behilflich sei. Der Antrag auf Schwerbehinderung müsse beim Versorgungsamt des Regierungsbezirks Oberpfalz in Regensburg eingereicht werden, hieß es bei dem Treffen.

Positiven Kontakt suchen

Weiteres Thema war die "Pflegeneuausrichtung" - das Gesetz wurde 2013 um die Pflegestufe "0" erweitert und gelte für "erhebliche Beeinträchtigung der Alltagskompetenz".

Die Leistung für Demenzerkrankte werde demnach mit 104 beziehungsweise 208 Euro vergütet. Ein positiver Kontakt zur Pflegekasse sei stets wichtig: So könne sich jemand, der ein Elternteil pflege, von der Arbeit bis zu sechs Monate freistellen lassen, wenn die Firma über 25 Mitarbeiter zähle.

Ein vollstationärer Pflegeheimplatz koste durchschnittlich 3500 Euro. Rentner mit geringen Einkünften könnten sich das nicht leisten.

Doch erst wenn die Ersparnisse bis auf 2600 Euro (Notgroschen) aufgebraucht seien, sei der Weg zum Sozialamt frei, so der Referent.
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