Experten raten zur aktiven Rentenvorsorge - Podiumsdiskussion bei SPD-Frauen
Frauen leben länger - aber wovon?

Weiden in der Oberpfalz
21.11.2013
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Frauen von heute sind meist gut ausgebildet, haben einen Beruf und treffen eigenständige Entscheidungen. Nicht selten kümmern sie sich daneben um die Familie, möglicherweise auch um pflegebedürftige Angehörige. Was sie aber schon mal vernachlässigen: ihre Zukunftssicherung. "Was ist für Frauen wichtig?" Dieser Frage ging die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) bei einer Podiumsdiskussion in der "Almhütte" nach.

Als Expertinnen begrüßte AsF-Vorsitzende Sabine Zeidler Tanja Heidingsfelder von der Deutschen Rentenversicherung, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Margot Salfetter, Dagmar Deutschländer von der Diakonie, den Geschäftsführer des Caritasverbandes Weiden, Bernhard Uhl, und den Kreisvorsitzenden des VdK, Josef Rewitzer. Anastasia Poscharsky-Ziegler moderierte die Diskussion.

Nach wie vor sind es überwiegend Frauen, die der Familie zuliebe Abstriche bei der Karriere machen. Folge: Sie nehmen eine Teilzeitstelle oder sogar nur einen Minijob an. Gut für die Familie - aber schlecht für die Rente. Und das auch noch bei längerer Lebenszeit im Vergleich zum Mann. Die Fachleute rieten übereinstimmend dazu, dass Frauen für ihre Rente aktiv vorsorgen sollten - durch schnellstmögliche Rückkehr nach der Erziehungszeit in den Beruf oder in ein anderes sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Denn bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen sei die Altersarmut programmiert. Die Pflege von Angehörigen. Dies führe oft zu einer geringeren Arbeitszeit im Beruf.

Auch Arbeitgeber gefordert

Damit sie bei der Rente keine Einschränkungen haben, zahlt die Pflegekasse den Angehörigen unter bestimmten Voraussetzungen die Rentenversicherungsbeiträge, erklärte Tanja Heidingsfelder. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß riet den Frauen dazu, den Tipps Folge zu leisten und sich intensiv mit ihrer Altersversorgung beschäftigen. Arbeitgeber sollten Frauen schon früh beraten und ihnen mögliche Arbeitszeitmodelle aufzeigen, damit sie im Beruf bleiben können. Seggewiß: "Frauen sind nicht nur in der Familie wichtig - auch die Gesellschaft braucht sie im Berufsleben."
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