Fachtagung soll Notfallversorgung verbessern
Auf alle Fälle vorbereitet

Dr. Florian Neuhierl organisiert für Fachkräfte den ersten Weidener Notfalltag am Klinikum. Bild: hfz
Knochenbrüche, Wirbelsäulenverletzungen, Schmerzen und Schock. Was tun? Bei einem Notfall entscheiden Sekunden über das Wohl des Patienten. Es braucht eine perfekte Zusammenarbeit zwischen Notfallpersonal und Krankenhaus. Diese Zusammenarbeit soll am Samstag, 14. November, eine neue Fachtagung am Klinikum weiter verbessern. Organisator ist Dr. Florian Neuhierl, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes in der Nordoberpfalz und Oberarzt in der Anästhesie am Klinikum Weiden.

Herr Dr. Neuhierl, warum gibt es den ersten Weidener Notfalltag?

Dr. Florian Neuhierl: Wir dachten, auch in der Nordoberpfalz wäre es interessant, eine Fachtagung anzubieten. Wir wollten versuchen, viele relevante Themen zur Notfallversorgung für Fachkräfte an einem Tag gesammelt anzubieten.

Was unterscheidet den Notfalltag von anderen medizinischen Fortbildungen?

Neuhierl: Der Schwerpunkt ist die "präklinische Notfallmedizin" und die Schnittstelle zur Klinik. Uns geht es darum, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus den medizinischen Fachbereichen in die Versorgung vor Ort zu bringen. Wir wollen die Schnittstelle vom Rettungsdienst zum Krankenhaus zur Nahtstelle werden lassen. Wir wollen aber keinem Kollegen vorschreiben, wie er seine Arbeit zu tun hat. Die Referenten sind dabei nicht nur Ärzte: Es gibt einen Geburtsworkshop, der von einer Hebamme geleitet wird, die Rettungswagensimulation wird von Sanitätern geführt.

An wen richtet sich die Veranstaltung?

Neuhierl: Zunächst nur an Fachkräfte. Wir haben Ärzte, Notärzte und medizinisches Personal eingeladen. Mit dabei sind auch Mitarbeiter aus dem Rettungs- und Pflegedienst. Wir wollen den Notfalltag erst einmal in kleinem Rahmen testen. Vielleicht können wir beim nächsten Mal auch Vorträge für die Öffentlichkeit anbieten.

Wie groß ist das Interesse?

Neuhierl: Wir haben Einladungen in der gesamten nördlichen Oberpfalz verteilt. Das Interesse war sehr groß. Vor allem bei den Mitarbeitern in Weiden. Bis jetzt haben sich bereits circa 100 Teilnehmer angemeldet. Und für Fachpersonal ist die Nachmeldung weiter möglich.
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