Fahrplan für Wartehäuschen

Unsere Bushaltestelle soll schöner werden. Die beim Ärztehaus in Moosbürg bekommt noch heuer ein Wartehäuschen. . Bild: Götz

Der Stadtbus soll attraktiver werden. Auch oder gerade dann, wenn kein Bus in der Nähe ist. Für weitere Wartehäuschen setzte sich die SPD in einem Antrag ein.

"Wir dürfen die Leute nicht im Regen stehen lassen", wagte Gabriele Laurich (SPD) ein Bonmot im Hauptverwaltungsausschuss. An zwei weiteren Stellen bekommen sie noch 2015 ein Dach überm Kopf. Laut Dezernent Hermann Hubmann sind sogenannte Wartehallen aktuell an den Haltestellen Gaßäckerstraße (Linie 5) und Ärztehaus Moosbürg (Linie 7) geplant. Voraussichtlich Mitte November werden sie aufgestellt. Kein billiges Vorhaben für eine finanzklamme Stadt. Bis zu 13 000 Euro kostet ein Häuschen (der Freistaat steuert 5000 Euro bei). Ein Preis, den nicht nur Rainer Sindersberger (Bürgerliste) für zu hoch hält. "Im Internet gibt es Wartehäuschen für 1000 Euro", hat auch Gisela Helgath (Grüne) herausgefunden. Sie fragte nach dem "Mehrwert" für die Stadt - und wünschte sich eine elektronische Fahrplananzeige in den Wartehallen.

Pläne aushängen

Zumindest eine Übersicht über die Buslinien würde sich Alois Schinabeck (SPD) an den Wänden wünschen. Ihm gebühre ein Sonderlob, meinte Laurich: Für die Recherche sei der Genosse "sämtliche Haltestellen der Stadt selbst abgefahren". Schinabeck regte an, Sponsoren für die Häuschen zu suchen. Um regelmäßige Kontrollen der bestehenden Häuschen bat Hans Forster (CSU). Bei dem am alten Volksfestplatz sei "wochenlang die Seitenwand herausgerissen gewesen".

Für 2016 hat das Bauverwaltungsamt 40 000 Euro für bis zu vier weitere Wartehallen beantragt. Vordringlich seien die Haltestellen Rehbühlstraße (Linie 2), Keplerstraße und Firma Seltmann (Linie 3). Rund 90 Haltestellen in Weiden sind noch nicht überdacht.

Jedoch sei es nicht überall möglich, solche Häuschen aufzustellen - beispielsweise deshalb, weil der Gehweg zu schmal sei oder fehle, klärte Hubmann auf. Elektronische Fahrplananzeigen, wie von Gisela Helgath angeregt, hält er für "schwer finanzierbar". Wenig Hoffnung machte er der Grünen-Stadträtin auch für ihre Anregung, Angebote für das Komplettpaket an fehlenden Häuschen einzuholen. Hubmann: "Bestellen kann ich nur, wenn ich's auch bezahlen kann."
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