Familien-Nothilfe Sri Lanka besteht zehn Jahre: Seither 1714 Mal Hilfe geleistet - Mitglieder ...
Kleiner Verein leistet Großes

Es ist ein kleines Jubiläum, dahinter steckt jedoch große Unterstützung für Bedürftige. Seit zehn Jahren gibt es die Familien-Nothilfe Sri Lanka, was die Mitglieder nun im Gasthof Kett in Theisseil feierten. Zeit, Bilanz zu ziehen - und die war eindrucksvoll. Wie Vorsitzender Richard Jedrys berichtete, waren die größten Projekte die Herz-OP eines Kindes, ein behindertengerechtes Haus für die Familie eines Querschnittgelähmten oder die Anschaffung eines Tuk-Tuks für einen Schwerstbehinderten.

Für Kinder und Kranke

Insgesamt half der Verein in 10 Jahren 1714 Mal. Unterstützt wurden 1325 Familien, 170 Kinder, 80 Kranke, 21 Behinderte, 2 Kirchen, 90 Heime und 46 Schulen. Dazu kamen 664 Lebensmittelhilfen, 314 Mal Unterstützung beim Hausbau und bei Hausreparaturen, 250 Arbeitsgeräte und Fahrzeuge aller Art für den Arbeitsweg sowie Schulkleidung, Medizin und mehr.

Daneben ehrte Jedrys Mitglieder, die schon seit zehn Jahren dabei sind. Urkunden erhielten Dr. Manfred Hausel, Robert Hiemer, Margareta Lacase, Pfarrer Johannes Lukas, Robert Stahl, Elfriede Thoma und Kerstin Thoma. Ebenfalls auf der Tagesordnung standen Satzungsänderungen. So gibt es künftig mehr Kassenprüfer und zusätzliche Ausschussmitglieder. Deshalb wählten die Mitglieder Robert Hiemer, Markus Köbele und Irmgard Stupka zu Kassenprüfern. Als Ausschussmitglieder fungieren Winfried Keller, Robert Stahl und Elfriede Thoma.

Eine weitere Änderung betrifft die Verwendung des Vereinsvermögens im Fall einer Auflösung. Es kann künftig an "Hoffnung für Menschen e.V." fließen oder an eine durch eine eigene Mitglieder bestimmte Organisation, die zu der Weiterarbeit im Sinne der Familien-Nothilfe bereit ist, das Geld in Sri Lanka unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.

Wie Jedrys weiter berichtete, hat die Familien-Nothilfe derzeit 41 Mitglieder in Deutschland und 10 einheimische Mitarbeiter in Sri Lanka. Aktuell werden mit 22 Patenschaften Kinder und deren Familien betreut. Jedrys betonte, dass Spendengelder zu 100 Prozent für Hilfen verwendet würden. Es gebe eine strikte Trennung zu den Verwaltungskosten, die vor allem aus Mitgliedsbeiträgen bestritten würden. Ohnehin gelte auch hier: Sollten dabei Überschüsse bleiben, werde dieses Geld zum Kauf von Hilfsgütern verwendet. "Hauptziel der Hilfen ist die Hilfe zur Selbsthilfe, die Familien sollen sich durch eigene Arbeitskraft selbst wieder versorgen können", sagte Jedrys.

Bereicherung für die Stadt

Oberbürgermeister und Mitglied Kurt Seggewiß dankte in einem Grußwort Jedrys und dem Verein, zumal er trotz einer geringen Anzahl von Mitgliedern sehr vielen Menschen half. Der Verein sei eine Bereicherung für die Stadt. Auch Stadtdekan Johannes Lukas beglückwünschte zum Erfolg. Er freue sich, dass der Verein aus seiner Pfarrgemeinde St. Konrad komme. Ein besonderes Lob für das Engagement in all den Jahren sprach Dr. Manfred Hausel dem Vorsitzenden Jedrys aus. Verkaufsstände des Vereins wird es demnächst bei der Firma Witt, beim Herbstfest in der Altstadt, in der Kirche St. Konrad und beim Weihnachtsmarkt in Vohenstrauß geben. Terminbekanntgabe folgt.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.familien-nothilfe-srilanka.de
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