Fast ein Leben lang der Feuerwehr treu

Sie halten der Feuerwehr seit 60 Jahren die Treue (von links): Albin Edl, Leonhard Lehnerer und Hans Pirner.

Für den Vorstand war's ein Großeinsatz. Ehrungen standen bei der Feuerwehr Weißenberg auf der Tagesordnung. Nicht nur eine oder zwei, sondern gleich 49 Auszeichnungen waren vorzunehmen.

25, 40, 50, 60 und sogar 70 Jahre Vereinszugehörigkeit, zum Teil in Verbindung mit dem aktiven Dienst, waren "aufgelaufen". "Ohne Treue und Einsatz kann keine Gemeinschaft existieren", betonte Vorsitzende Cordula Plach in ihrer Begrüßungsrede.

Seit 70 Jahren dabei

Ganz besonders freute sie sich mit Ehrenmitglied Adolf Gnahn, das 70 Jahre der Feuerwehr angehört und dabei fast drei Jahrzehnte seine Freizeit als zweiter und danach als Kommandant geopfert hat. Ein weiterer "70-Jähriger" mit Helmut Steinert wurde ebenso freudig willkommen geheißen.

Lebt vom Engagement

Die Laudatio begann Cordula Plach mit dem Zitat eines griechischen Philosophen: "Wünscht Gott einem Ort sein Wohlwollen zu zeigen, bringt er in ihn gute Bürger ein." Diesen Satz übertrug sie auf die Feuerwehr Weißenberg, denn diese lebt vom Engagement ihrer Bürger. "Eine Wehr kann nicht allein durch ihre Gerätschaften und Gebäude funktionieren, sondern besteht nur durch den Einsatz ihrer Kameraden fort. Und es ist an der Zeit, ihnen ein großes Dankeschön zu sagen und Anerkennung zu zeigen."

Vorsitzende Plach betonte weiter, eine grundlegende Ausbildung sei für den Dienst unentbehrlich. "Alle, die geehrt wurden, sind durch ihre Arbeit und Einsatzbereitschaft wichtige Vorbilder für die Jugend. Alle haben sich durch ihre langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit im aktiven Feuerwehrdienst in hohem Maße um das Gemeinwohl verdient gemacht", unterstrich Plach.

Die Ehrungen übernahmen Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl, zweiter Bürgermeister Hans Klann, Kreisbrandinspektor Peter Deiml und Kreisbrandmeister Christian Meyer zusammen mit dem Vorstand. In ihren Grußworten hoben sie hervor, dass nicht nur die aktiven Mitglieder zu loben seien, ohne die es die Feuerwehr nicht gäbe, sondern auch die langjährigen Vereinsmitglieder. Vor allem 70 Jahre seien eine beeindruckende Leistung. "Das Lob verdienen Alt und Jung, Männer und Frauen, die so wie ihr zusammensitzen und auch einen Verein ehrenamtlich aufrecht erhalten, was nicht immer selbstverständlich ist".

Kreisbrandinspektor Peter Deiml meinte dazu humorvoll: "Man kann das heute hier mit einer Ehe vergleichen. Passt es, so bleibt man lange Jahre treu, passt es nicht, so steigt man irgendwann aus."
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