Fast (k)ein Märchen
Angemerkt

Es war einmal eine Stadt in der Oberpfalz, die sich Oberzentrum nannte, die blühte und gedieh. Und die Menschen, die in ihr lebten, fühlten sich dort wohl. Doch dann kam eine schlimme Zeit und die Talerchen wollten nicht mehr so fließen, und das Stadtsäckel wurde immer kleiner. Da sagten sich die Ratsherren: So kann das nicht weitergehen. Wir müssen etwas unternehmen, damit sich unsere Bürger auch weiterhin wohlfühlen.

Zunächst einmal erhöhten sie sich ihr Salär, und dann fanden sie eine Lösung: Wir kürzen die Bildungseinrichtungen, verlangen bei den Museen Eintritt, schließen sie gleich oder schaffen sie ganz ab. Und so beschlossen sie, die Bayerisch-Böhmischen Kulturtage, die Musiktage und das Keramikmuseum sterben zu lassen, die Max-Reger-Tage künftig nur noch alle zwei Jahre durchzuführen und in der Regionalbibliothek für Ausleihen künftig Geld (oder vielleicht sogar noch Eintritt) zu verlangen.

Und sie erinnerten sich nicht mehr daran, dass sie einen Bildungsauftrag zu erfüllen hatten, dass Kultur das Leben bereichert und für bleibende und kommende Generationen ungemein wichtig ist. Und aus der Stadt wurde ein Städtchen, es wurde trist und grau dort und die Menschen fühlten sich nicht mehr wohl und waren traurig, weil sie nichts mehr hatten, woran sie sich erfreuen konnten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sitzen die Ratsherren noch immer zusammen und überlegen sich, was sie noch alles schließen können.



Im Blickpunkt "Letztes Wort" bei Betriebsansiedlung

Weiden. (wd) Nach dem Bürgerentscheid für das Gewerbegebiet Weiden-West IV geht der Blick nach vorn - auch im Wirtschaftsbeirat der Stadt. Dort betonte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß am Mittwoch, die Stadt selbst müsse das "letzte Wort" bei der Vergabe der Flächen an siedlungswillige Betriebe behalten. Dies gelte unabhängig davon, wer das Gebiet aufbereite oder erschließe. Also auch, wenn etwa eine Grundstücksentwicklungsgesellschaft tätig werden muss, weil der Stadt die Mittel fehlen.

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