Ferienbetreuung in Rothenstadt möglicherweise mit Stiftungsmitteln möglich
"Wir brauchen Sicherheit"

Gibt es nun Bedarf für die Ferienbetreuung in Rothenstadt oder nicht? Jugendamtsleiterin Bärbel Otto meint Nein. Andere Einrichtungen böten noch freie Plätze. CSU und Grüne meinen Ja: Bei ihnen schlugen Elternbeschwerden auf, nachdem die Initiatoren kundgetan haben, die Ferienbetreuung mangels Unterstützung der Stadt nicht auf die Beine zu stellen.

Mit dem deutlichen Votum von 13:2 unterstützte am Mittwoch der Kinder- und Jugendhilfeausschuss den Antrag der Grünen, das Angebot der evangelischen Pfarrgemeinde in Rothenstadt doch beizubehalten. Fraglich bleibt die Finanzierung. Brigitte Schwarz (SPD) ermunterte Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, Mittel aus einer städtischen Stiftung zu beantragen. Der evangelische Geistliche ließ offen, ob er die Initiative ergreift. Schließlich würde das einen erheblichen Aufwand bedeuten - ohne Erfolgsgarantie. "Wir brauchen eine gewisse Sicherheit."

Ansonsten verwies er darauf, dass Otto noch im Januar mitgeteilt habe, es bestehe Bedarf für 20 bis 25 Plätze. Pauckstadt-Künkler: "Wir haben das immer nur gemacht, wenn Bedarf da war." Bekanntlich will das Team der evangelischen Gemeinde das Angebot nur aufrecht erhalten, wenn die Stadt das Defizit von rund 5000 Euro pro Jahr übernimmt. Eine freiwillige Leistung, die jedoch kein anderer Träger erhält. AWO-Vorsitzender Hilde Zebisch kommt die Summe auch "zu hoch" vor. Ansonsten bestätigte sie: "Bei uns haben viele Rothenstädter angerufen, ob wir ihre Kinder noch aufnehmen könnten." An den freien Plätzen in der Clausnitzerschule jedenfalls könne man nicht ablesen, dass kein Bedarf bestehe, meinte Zebisch: Das teure Angebot dort könne sich nicht jeder leisten.
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