Fest fürs Volk

Daumen hoch gestern Abend: Johnny Gold auf der Festbühne. Bild: uz

"Schee is!" Ein dickeres Kompliment kann sich doch keiner wünschen. Besonders, wenn das die Besucher sagen. Die Schausteller sehen das Eröffnungswochenende ähnlich. Natürlich sei nach oben allerweil Luft, schmunzelt Chef Gerd Donhauser vom Schießstand und spannt genüsslich das Luftgewehr für den nächsten Schützen nach.

Weiden. Donhauser hat am Sonntagabend kaum Zeit zum Plaudern. Das Geschäft geht gut. Auch wenn es am frühen Nachmittag geregnet hat, sind die Leute gekommen. Auch am Freitag zog es zwar viele Besucher auf dem Festplatz. "Aber das Kaufverhalten war etwas zurückhaltend." Am Samstag hat's gepasst. Und heute? "Das sehen Sie ja selber."

Peter Rackl, der Platzmeister aus dem Weidener Rathaus, hat in diesem Jahr geklotzt, nicht gekleckert. Die Fahrgeschäfte können sich allesamt sehen lassen. Ein Riesenrad, die größte fahrbare Geisterbahn "Daemonium" mit vier Etagen, Überschlagfahrgeschäfte und die üblichen Attraktionen, wie Kinderkarussell und Boxautos.

Festwirt Gerhard Böckl lobt "seine im Großen und Ganzen" recht friedfertigen Weidener: "wunderbar und friedlich wie immer." Die Polizei meldet eine "kleinere" Schlägerei. Böckl hat für die Woche ein tolles Abend-programm zusammengestellt. Am Samstag spielten "Musikuss" aus Ingolstadt im Zelt. "Eine ganz tolle Band", die vor allem auch den Amerikanern gefallen habe - wie die Massen Gambrinus-Festbier natürlich auch. Und heute? "Jetzt erwarten wir die Fans von Johnny Gold." Das Schlager-Goldkehlchen aus Las Vegas mit Amberger Wurzeln ist die Hauptattraktion am Sonntagabend.

"Schee is!" Ein dickeres Kompliment kann sich doch keiner wünschen. Besonders, wenn das die Besucher sagen. Bilder von Helmut Kunz und Reinhold Dobmeier.


Hochzufrieden sind die Betreiber der Fahrgeschäfte, wie der Chef vom Kinderkarussell "Orient Zauber": "Besser kann's immer sein. Aber sind wir doch mal realistisch: Es hätte ja auch regnen können." Auch Elke Blum lobt ihre Gäste. "Heute hat's kurz geregnet. Die Leute haben sich untergestellt und sind geblieben."

Voll eingeschlagen hat "s'Knobberl", die "Hütte mit Herz" von Bäcker Philipp Beyer. Er will im nächsten Jahr mit seiner Bude wiederkommen. Beim Volks- und Schützenfest klappt's leider nicht. Den Namen seiner Hütte hat er übrigens seinen berühmten Brezen entlehnt. "Knobberl sind die nach oben gewölbten Enden bei den Brezen." Die Leute seien hoch zufrieden.

"Und wir natürlich auch." Als eine Konkurrenz zum Festzelt sieht er sich nicht. "Können wir auch gar nicht sein, bei unserem Platzangebot. Wir sehen uns als Ergänzung." Am Sonntag spielt im Beyer-Hütterl "D'Spritzenhaus Musi" aus Amberg. Vormittags gab's Weißwurstfrühstück mit böhmisch-bayerischer Blasmusik. "Mir san eine urige, bayerische Hütt'n mit einem zünftigen Biergarten, einer g'scheiten Brotzeit und g'scheitem Bier."
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